Der Dax hat am Mittwoch seinen freundlichen Start fortgesetzt und sich bis zur Mittagszeit weiter im Plus gehalten. Gegen 12:30 Uhr stand der Leitindex bei rund 23.030 Punkten und damit 1,8 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. An der Spitze der Kursliste lagen Siemens Energy, Infineon und die Commerzbank, während Deutsche Telekom, Deutsche Börse und Eon zu den schwächsten Werten zählten.
Dax über 23.000 Punkten, Gewinne bröckeln
Nach einem dynamischen Handelsbeginn mit einem Sprung über die Marke von 23.000 Punkten haben die Gewinne zur Mittagszeit etwas nachgelassen. „Nach einem starken Start in den Handelstag und einem beherzten Sprung des Dax über die 23.000-Punkte-Marke bröckeln die Kurse jetzt wieder etwas ab“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, am Mittwoch.
Laut Lipkow überwiegt an den Märkten weiterhin die Erleichterung darüber, „dass sich die Situation im Nahen Osten zumindest kurzfristig nicht weiter verschlimmere“. Er fügte hinzu: „Die positive Signalwirkung der Verhandlungsbestrebungen überstrahlt die weiter vorhandenen Bedenken. Doch es bleiben Zweifel darüber, ob die vermeintlichen Gespräche am Ende tatsächlich zu einem Waffenstillstand führen können, da die Vorstellungen der drei Kriegsparteien doch ziemlich weit auseinanderliegen.“ (Quelle: CMC Markets)
Einfluss von Vermittlungsbemühungen und EZB-Signalen
Bewegung in die Verhandlungen im Nahen Osten komme nach Angaben von Lipkow durch mehrere Drittstaaten, unter anderem Pakistan, die sich als Mediatoren eingeschaltet hätten, um die Gespräche zu unterstützen. „Der daraus resultierende Rückgang der Rohölpreise, insbesondere bei der Rohölsorte Brent Crude, nimmt etwas Druck vom Aktienmarkt“, so Lipkow weiter. „Zusätzlich sorgen die Äußerungen der Europäischen Zentralbank bezüglich einer möglichen Handlungsbereitschaft zur Stabilisierung der Konjunktur in der Eurozone für wieder leicht fallende Renditen der Bundesanleihen.“ (Quelle jeweils: CMC Markets)
Euro schwächer, Ölpreis deutlich unter Druck
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1605 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8617 Euro zu haben.
Gleichzeitig setzte sich der Rückgang der Ölpreise fort. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 98,05 US-Dollar. Das waren 6,44 Dollar oder 6,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
✨ mit KI bearbeitet