Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handel gestartet und hat erneut die Marke von 25.000 Punkten verfehlt. Marktbeobachter sehen fehlende Impulse und eine starke Umlenkung der Aufmerksamkeit auf KI-Themen und SpaceX als Gründe für die verhaltene Entwicklung. Gleichzeitig gaben die Ölpreise nach, während der Euro zum US-Dollar etwas zulegen konnte.
Dax unter 25.000 Punkten – Autoaktien schwach
Der Dax startete am Mittwoch mit einem Minus in den Handelstag. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.825 Punkten berechnet und lag damit 0,4 Prozent unter dem Schlussstand vom Vortag. An der Spitze der Kursliste standen Heidelberg Materials, Zalando und MTU, während BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen zu den größten Verlierern im Index gehörten.
Bereits am Vortag war es dem Dax den zweiten Tag in Folge nicht gelungen, sich nachhaltig über der Marke von 25.000 Punkten zu etablieren.
Fehlender Funke und Fokus auf KI und SpaceX
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sieht derzeit fehlende Auslöser für eine Aufwärtsbewegung: „Es fehlt dem Dax an einem zündenden Funken, an einem auslösenden Grund für einen Ausbruch nach oben“, sagte Stanzl laut Consorsbank. „Vor allem dürften viele Anleger auch damit beschäftigt sein, ihre Positionen in SpaceX zu kalibrieren. KI und SpaceX ziehen zurzeit einfach sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, die anderen Märkten, wie dem Dax, fehlen dürfte.“
Mit Blick auf die Rohstoffmärkte verwies Stanzl auf die Lage rund um die Straße von Hormus. „Mit der Hoffnung auf eine Rückkehr zu normalem Seeverkehr in der Straße von Hormus weicht die Angst vor kurzfristigen Engpässen bei Öl und anderen wichtigen Rohstoffen, und damit sinken die Ölpreise weiter“, fügte Stanzl laut Consorsbank hinzu. Viele Detailfragen seien zwar kurzfristig noch nicht geklärt, aber die Märkte blickten bereits drei bis sechs Monate voraus und erwarteten eine weitestgehend entspanntere Lage an den weltweiten Ölmärkten. „Die Straße von Hormus sollte nun aber auch schnell geöffnet werden, da die Lagerbestände weiterhin rapide sinken. Bis jetzt ist der Gedanke, mit dem die Märkte spielen, vor allem die Hoffnung darauf, dass den Worten Taten folgen.“
Euro etwas stärker, Ölpreis deutlich schwächer
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1613 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8611 Euro zu haben.
Am Ölmarkt setzten sich die Preisrückgänge fort. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 78,00 US-Dollar. Das waren 96 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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