Der Dax hat am Donnerstagmorgen mit Verlusten eröffnet. Der deutsche Leitindex lag gegen 9:30 Uhr mit rund 24.070 Punkten rund 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Während Werte wie Merck, Airbus und Heidelberg Materials gefragt waren, gehörten Deutsche Post, Qiagen und Continental zu den größten Verlierern. Gleichzeitig trieben geopolitische Spannungen im Nahen und Mittleren Osten den Ölpreis weiter nach oben.
Verluste im Dax und hohe Schwankungen
Der Dax startete schwächer in den Handelstag. Gegen 9:30 Uhr wurde der Index mit rund 24.070 Punkten berechnet und lag damit 0,6 Prozent unter dem Schlussstand des Vortags. An der Spitze der Kursliste rangierten Merck, Airbus und Heidelberg Materials, während am Ende Deutsche Post, Qiagen und Continental standen.
Thomas Altmann von QC Partners sprach von anhaltend unruhigen Märkten: "Die Schwankungen an den Börsen bleiben hoch. Und das wird wohl auch noch für einige Zeit so bleiben", sagte Altmann laut QC Partners. Die ersten Schnäppchenjäger hätten die gefallenen Kurse zum Einstieg genutzt, was dem Markt "zumindest fürs Erste einen Boden bereitet" habe. "Die meisten warten erst einmal ab, wie sich die Lage im Nahen und Mittleren Osten entwickelt", so Altmann weiter (QC Partners).
Ölpreis im Auftrieb durch Konflikt im Nahen Osten
Der Ölpreis steigt derweil weiter an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,04 US-Dollar; das waren 3,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Mit Blick auf den Konflikt im Nahen und Mittleren Osten sagte Altmann laut QC Partners: "Je länger dieser Krieg und die Blockade der Straße von Hormus dauern, desto größer wird die Auswirkung auf die weltweite Energieversorgung." Weiter erklärte er: "Und hier ist der Punkt erreicht, an dem der Krieg eben nicht nur die direkt beteiligten Staaten, sondern die globale Wirtschaft betrifft" (QC Partners).
Einfluss auf Inflationserwartungen und Zinsprognosen
"Unterdessen führen der steigende Ölpreis und die damit verbundene Angst vor einem erneuten Anstieg der Inflationsrate zu geänderten Leitzins-Prognosen", fügte der Analyst hinzu (QC Partners). In den USA werde die Wahrscheinlichkeit von zwei Zinssenkungen in diesem Jahr jetzt nur noch mit 66 Prozent bepreist. Vor Kriegsbeginn gab es noch eine 40-Prozent-Chance auf eine dritte Zinssenkung.
Auch in der Eurozone haben sich die Erwartungen verschoben. Dort sehen Anleger jetzt eine 25-Prozent-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr. Am vergangenen Freitag wurde einer Zinssenkung noch eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent gegeben (QC Partners).
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