Der Dax hat am Mittwoch bis zur Mittagszeit seine anfänglichen Kursgewinne leicht ausgebaut. Getragen wurde der Leitindex vor allem von Titeln mit KI-Bezug, während einige Unternehmen nach Quartalszahlen unter Druck standen. Analysten verweisen zugleich auf eine anhaltend hohe Verunsicherung an den Märkten bei bemerkenswerter Stabilität des Dax über der Marke von 25.000 Punkten.
Am Mittwochmittag notierte der Dax nach einem verhalten freundlichen Start weiter im Plus. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.085 Punkten berechnet, was einem Anstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entspricht. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, die Commerzbank und Siemens, am Ende Beiersdorf, Fresenius und Volkswagen.
Vorsichtige Anleger und Fokus auf Unternehmenszahlen
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, beschrieb die Stimmung an der Frankfurter Börse als abwartend. „Die Anleger in Frankfurt bleiben in der Sondierungsphase und nutzen die nachrichtenarme Zeit, um sich zu positionieren“, sagte er laut CMC Markets. Wesentliche Einflussfaktoren seien heute die Unternehmenszahlen von Fresenius, Heidelberg Materials und Eon. „Die Daten zur deutschen Wirtschaftsentwicklung und der GfK-Konsumklimaindex wurden lediglich zur Kenntnis genommen“, so Lipkow weiter.
Käufe bei KI-Werten, Druck auf Fresenius und Heidelberg Materials
Nach Angaben von CMC Markets verlagerten viele Investoren zur Wochenmitte ihren Fokus zurück auf Technologie- und KI-Titel. „Die Investoren agieren weiterhin sehr vorsichtig und kaufen zur Wochenmitte zur Abwechslung mal wieder die Aktien mit KI-Bezug, die vor ein paar Tagen noch auf der Verkaufsliste standen“, sagte Lipkow. „Siemens Energy und Siemens führen deshalb die Gewinnerliste im Dax 40 an. Abgeschlagen auf der Verliererseite notieren die Aktien von Fresenius und Heidelberg Materials, nachdem die vorgelegten Quartalszahlen lediglich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind.“ Das reiche nicht mehr, um Anleger zu weiteren Käufen zu animieren.
Viele Risiken – und dennoch ein stabiler Dax
Lipkow sieht die Marktteilnehmer weiterhin von einer Vielzahl an Unsicherheiten belastet. „In den vergangenen Handelstagen sind einfach zu viele Themen auf die Investoren eingeprasselt und haben für Verunsicherung gesorgt“, sagte der Analyst laut CMC Markets. Die Liste der potenziellen Risiken sei nicht kleiner geworden. „Insbesondere die Strafzollthematik gilt als erneuter, nicht unerheblicher, Unsicherheitsfaktor. Auch die außenpolitische Situation zwischen den USA und dem Iran gilt weiterhin als hochbrisant.“ In diesem Umfeld sei es nach seinen Worten schon bemerkenswert, wie stabil sich der Dax über der Marke von 25.000 Punkten halten könne.
Neben den Aktienmärkten standen am Mittwochmittag auch Währungs- und Rohstoffkurse im Blick. Die europäische Gemeinschaftswährung war etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1772 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8495 Euro zu haben. Der Ölpreis zog dagegen an: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 71,07 US-Dollar; das waren 30 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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