Der Dax hat am Dienstag deutlich zugelegt und den Xetra-Handel mit 23.969 Punkten beendet, was einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Vor dem Hintergrund sinkender Energiepreise und einer anziehenden Nachfrage nach deutschen Blue-Chips blieb der Leitindex nach freundlichem Start trotz Schwankungen klar im Plus. Marktbeobachter verweisen insbesondere auf die Entwicklung der Volkswagen-Aktie sowie auf Kursgewinne bei Werten aus den Bereichen Halbleiter, Energie und Finanzwesen.
Deutliche Gewinne im Dax und starke Nachfrage nach Blue-Chips
Am Dienstag schloss der Dax den Xetra-Handel mit 23.969 Punkten ab und verzeichnete damit ein Tagesplus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem sehr freundlichen Start hielt sich der Index unter Schwankungen deutlich im Plus.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, sagte zur Marktstimmung: "Die Anleger haben vorerst einen Haken an die Ölpreisentwicklung gemacht und sich heute wieder nach Kaufgelegenheiten bei deutschen Blue-Chips umgesehen." CMC Markets zitierte ihn weiter: "In den Fokus rückte dadurch auch die Aktie von Volkswagen. Der Autobauer aus Wolfsburg hat sein Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr präsentiert. Die Rückschau verlief im Rahmen der im Vorfeld sehr niedrigen Erwartungen und überraschte sogar leicht positiv bei der nicht so stark gekürzten Dividende. Überzeugen konnte in jedem Falle der Ausblick, der vielen Anlegern wieder Lust auf VW-Aktien gemacht hat."
Volkswagen im Fokus, Tech- und Energiewerte gesucht
Nach Angaben von CMC Markets "griffen Anleger heute bei Unternehmen mit intakten Investmentstorys zu. So profitierten die Aktien von Infineon und Siemens Energy von den erneut aufflackernden KI-Fantasien, während die Banken nicht zuletzt wegen der hohen Handelsvolumina an den Finanzmärkten gesucht waren", sagte Lipkow. Zugleich warnte er vor anhaltenden Risiken: "Doch so richtig trauen die Anleger dem Braten im Nahen Osten nicht und dürften oberhalb des Kursniveaus von 24.000 Punkten im Dax weiter vorsichtig agieren. Zu viele Fragen über Fortgang oder Ende des Krieges bleiben unbeantwortet und damit ist auch stand jetzt nicht klar, welche weiteren Auswirkungen auf die Energiepreise bestehen."
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Infineon, Bayer, Continental und Siemens Energy an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von SAP und Scout 24 wieder.
Rückläufige Energiepreise und festerer Euro
Parallel zur Entwicklung am Aktienmarkt sank der Gaspreis deutlich. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 47 Euro und damit 16 Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Auch der Ölpreis gab kräftig nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 89,28 US-Dollar, das waren 968 Cent oder 9,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagnachmittag etwas fester. Ein Euro kostete 1,1649 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8584 Euro zu haben.
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