Der Dax hat am Mittwoch deutlich zugelegt, aber einen Teil seiner anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss stand der deutsche Leitindex bei 22.957 Punkten und damit 1,4 Prozent höher als am Vortag. Belastet wurde die Stimmung an den Märkten unter anderem von der unsicheren Lage im Nahen Osten und schwächeren Konjunktursignalen.
Dax kann Marke von 23.000 Punkten nicht halten
Nach einem sehr freundlichen Start konnte der Dax das Niveau über 23.000 Punkten nicht behaupten, das er am Morgen zunächst klar überschritten hatte. „Die Situation im Nahen Osten bleibt unklar und wird von vielen Gerüchten und Spekulationen getragen“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, die Entwicklung. „So sollen die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ins Stocken geraten sein, nachdem der Iran die Forderungen in den Verhandlungen als unlogisch bezeichnet habe. Auch deshalb konnte der Dax das Niveau über 23.000 Punkten nicht halten, das er am Morgen noch sehr beherzt übersprungen hatte“, so Lipkow laut CMC Markets.
An der Dax-Spitze lagen bis kurz vor Handelsschluss die Aktien von Siemens Energy, gefolgt von Infineon, RWE und Vonovia. Im Minus notierten zu diesem Zeitpunkt lediglich die Papiere der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, der Deutschen Börse und von SAP.
Konjunktursignale und Notenbank-Aussagen
Der Rückgang der Rohölpreise nehme zunächst etwas Druck vom Aktienmarkt, sagte Lipkow. „Zusätzlich sorgten die Äußerungen der Europäischen Zentralbank bezüglich einer möglichen Handlungsbereitschaft zur Stabilisierung der Konjunktur in der Eurozone für wieder leicht fallende Renditen der Bundesanleihen. Der schwächer als erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt eindrucksvoll, dass der Krieg im Nahen Osten bereits deutliche Bremsspuren in den Unternehmen hinterlässt. Die Einschätzungen hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland haben sich abgekühlt“, erklärte der Analyst laut CMC Markets.
Bewegung bei Energiepreisen und Eurokurs
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 53 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Auch der Ölpreis gab deutlich nach: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 101,40 US-Dollar, das waren 306 Cent oder 2,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1564 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8648 Euro zu haben.
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