Der Dax hat am Montagmorgen deutlich nachgegeben und ist um 1,8 Prozent unter das Schlussniveau vom Freitag gefallen. Marktbeobachter verweisen vor allem auf die Unsicherheiten durch den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus, die auch den Ölpreis spürbar nach oben treibt. Anleger weichen zunehmend auf festverzinsliche Anlagen aus, während die Nachfrage nach Absicherungen wächst.
Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 21.975 Punkten berechnet und lag damit 1,8 Prozent unter dem Schlussstand vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Deutsche Börse, Brenntag und Mercedes-Benz, am Ende Vonovia, Rheinmetall und Siemens Energy.
Iran-Krieg belastet Aktienmarkt
„Der Iran-Krieg lässt sich mittlerweile für die Mehrzahl der Anleger auf eine einfache Gleichung herunterbrechen: Entweder die Straße von Hormus wird wieder passierbar, oder es gibt keinen Neueinstieg in Aktien“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Je länger diese für die Weltwirtschaft so wichtige Meerenge blockiert bleibe, desto höher werde der Ölpreis steigen – und desto düsterer würden die Aussichten für die Gewinnentwicklung der meist zyklischen Dax-Aktien, so Stanzl laut Consorsbank.
Flucht in sichere Anlagen
„Festverzinsliche Anlagen ohne Kursrisiko sind derzeit Trumpf“, so Stanzl. „Die Anleger sorgen sich mehr um den Erhalt ihres Kapitals, als darum, eine Rendite zu erwirtschaften.“ Die Nachfrage nach Absicherungen wachse, denn weitere Kursverluste seien nicht auszuschließen, erklärte der Chefmarktanalyst der Consorsbank.
Euro schwächer, Ölpreis steigt
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1544 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8663 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 113,90 US-Dollar; das waren 1,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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