Der Dax hat am Donnerstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag weiter an Wert verloren. Gegen 12:35 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.806 Punkten, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Besonders betroffen waren Aktien wie Infineon, Fresenius und Hochtief.
Geopolitische Spannungen und Marktstimmung
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, erklärte: „Die Investoren gewichten derzeit die Risikocluster immer stärker bei ihren Entscheidungen und meiden zunehmend die Aktien von zyklischen Branchen und Technologie. Die Situation im Iran hat sich wieder drastifiziert und die geplanten Militärschläge der USA sorgen bereits im Vorfeld für höhere Energiepreise und Inflationssorgen“.
"Die Quartalszahlen von Samsung Electronics reichen auch nicht mehr aus, um den Halbleitersektor zu befruchten und führen zu Gewinnmitnahmen bei den Halbleiteraktien. Zusätzlich belasten die weiter anziehenden Renditen bei den Staatsanleihen das Sentiment zunehmend. Die gestern durchgeführte Anleiheauktion von US-Staatsanleihen wurde stärker als erwartet nachgefragt, schürt aber die Zweifel bezüglich der aktuellen Bewertung der US-Aktien weiter an“.
Rohstoffe und Währungen im Fokus
Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro am Nachmittag leicht schwächer. Ein Euro kostete 1,1181 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8944 Euro.
Der Goldpreis stieg leicht auf 4.117 US-Dollar pro Feinunze (+0,2 Prozent), was einem Preis von 118,39 Euro pro Gramm entspricht. Deutlich stärker zulegte der Ölpreis: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,40 US-Dollar – ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vortag.