Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag leicht ins Plus vorgearbeitet. Gegen 12:30 Uhr stand der Leitindex bei 23.650 Punkten und damit 0,1 Prozent über dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. Gefragt waren vor allem Zalando, RWE und Symrise, während Deutsche Bank, Commerzbank und Continental zu den größten Verlierern zählten.
Leichte Erholung im Dax, Mode- und Rückversicherungswerte gefragt
Nach einem verhaltenen Handelsbeginn konnte sich der Dax am Donnerstag bis zur Mittagszeit etwas erholen und in den grünen Bereich drehen. Der Index notierte gegen 12:30 Uhr bei 23.650 Punkten und damit 0,1 Prozent höher als am Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste lagen Zalando, RWE und Symrise, am Ende fanden sich Deutsche Bank, Commerzbank und Continental.
Anleger schauen auf „Lichtblicke“ bei Einzelwerten
„Die Anleger fokussieren sich heute sehr stark auf die wenigen Lichtblicke, insbesondere von der mikroökonomischen Seite“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „So können sich die Aktien von Zalando und Hannover Rück auf die Gewinnerseite retten, nachdem diese positive Unternehmenszahlen präsentiert hatten“, so Lipkow laut CMC Markets.
„Zurückhaltender zeigen sich die Investoren bei den Bankenwerten, da es zu weiteren hohen Mittelabflüssen im Private-Equity-Sektor kommt und dies zu Liquiditätsengpässen führt“, erklärte Lipkow weiter (Quelle: CMC Markets). Das erhöhe die Kreditrisiken im Unternehmensfinanzierungsbereich und strahle negativ auf die Banken ab.
Erwartungen an Iran-Krieg, großer Verfallstermin im Fokus
Die Investoren setzen dem Experten zufolge übergeordnet weiterhin auf ein schnelles Ende im Iran-Krieg und sehen die hohen Ölpreise als vorübergehendes Phänomen an. „Hilfreich sind auch noch die hohen Absicherungspositionen, die im Vorfeld des Iran-Kriegs aufgebaut wurden. Diese federn aktuell noch einen Großteil der potenziellen Kursrückgänge ab“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Umso spannender werde nach Einschätzung des Marktanalysten der in der kommenden Handelswoche stattfindende große Verfallstermin an den Terminbörsen. „Viele Anleger befinden sich, trotz aller negativer Ereignisse, noch in der Komfortzone und sind entweder in die sicheren Häfen abgewandert oder aber abgesichert.“ Nun müsse sich zeigen, wie lange diese Situation Bestand haben könne und welche weiteren Risiken auf die Investoren zukommen, so Lipkow (Quelle: CMC Markets).
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1561 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8650 Euro zu haben.
Parallel dazu setzte der Ölpreis seinen Anstieg fort. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 97,15 US-Dollar, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Schluss des vorherigen Handelstags.
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