Yujin Ha ist seit September 2025 in Osnabrück und damit zum ersten Mal in Deutschland. Wieso Osnabrück? Und wie hat sie sich eingelebt? Das wollte die HASEPOST von ihr wissen.
Eine enthusiastische Reisende
Als enthusiastische Reisende wächst Yujin Ha in Südkorea auf, wo sie aber immer wieder nach Europa fliegt, um dort Zeit zu verbringen. Seit inzwischen drei Jahren studiert sie Englisch und Psychologie in Korea und wollte nun ein Semester in Deutschland verbringen.
Leichtes Reisen in Deutschland
„Deutschland ist eines der beliebtesten Länder für koreanische Austauschstudierende“, sagt Yujin auf Englisch. Grund dafür seien unter anderem die relativ günstigen Semesterbeiträge und die vielen Partnerschaften zwischen koreanischen und deutschen Universitäten. Für Yujin persönlich ist insbesondere das Reisen ganz wichtig – aber auch klassische Musik. Durch die Lage sei Deutschland ein perfekter Standort, um mit dem Zug in weitere europäische Länder zu reisen. „Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass ich mit dem Deutschlandsemesterticket kostenlos zu vielen Flughäfen kommen konnte“, betont sie.
Wieso sie sich für Osnabrück entschieden hat
„An meiner Heimatuniversität müssen internationale Studierende einen Bericht über ihre Erfahrungen abgeben, wenn das Auslandssemester vorbei ist“, erklärt Yujin. Dadurch konnte sie erfahren, dass Studierende, die bereits an der Universität Osnabrück waren, diese sehr empfahlen. Die Wohnheime seien gut organisiert und relativ günstig. Zudem könne man durch die vielen internationalen Studierenden viel über andere Länder und Kulturen erfahren.
Herausforderungen im neuen Land
Bevor sie überhaupt eingereist ist, gab es Probleme bei der Visa-Beantragung, wodurch Yujin für einen Express-Antrag zahlen musste. Danach war der zuständige Beamte zwei Wochen lang im Urlaub, was die Wartezeit noch verlängerte. Was Yujin dann in Deutschland Schwierigkeiten bereitet habe, waren die deutschen Informationen in Zügen. „Ich musste mich auf die Reaktionen der anderen Passagiere verlassen, um wichtige Informationen wie unerwartete Stopps herauszufinden“, erzählt die Koreanerin. Außerdem hätte es ein paar Mikroaggressionen beim Oktoberfest und an zentralen Bahnhöfen gegeben, wo Menschen ihr beispielsweise feindselig „Ni hao“ gesagt haben.
Yujins Erfahrungen
„Osnabrück ist eine wirklich schöne Stadt“, betont Yujin. Die Vorbereitungskurse für Deutsch seien für die Eingewöhnung sehr hilfreich, außerdem könne man da neue Leute kennenlernen. Auch das International Office der Uni sei immer schnell und effizient, was alles erleichtere.
Neben Osnabrück fand Yujin Ha, Hamburg sei eine der schönsten Städte Deutschlands. Wegen ihrer Leidenschaft für klassische Musik war sie ganz begeistert von der Elbphilharmonie. „Ich werde nie den Moment vergessen, als ich nachts auf der Aussichtsplattform stand.“ Auch ein Konzert der Wiener Philharmoniker konnte die Studentin dort erleben.
Lieblingsspots in Osnabrück
Yujins Lieblingsort in Osnabrück ist der Rubbenbruchsee. „Im September und Oktober war es unglaublich schön, ich habe die friedliche Atmosphäre geliebt.“ Insbesondere die Schwäne, die es kaum in Korea gibt, haben es ihr angetan. Außerdem hat sie gern Zeit im Grünen Jäger verbracht, um sich mit Freundinnen und Freunden zu treffen und ein paar Drinks zu genießen.
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