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Startseite Deutschland & die WeltDas Russische Schiffsregister als geopolitisches Machtinstrument des Kremls
Deutschland & die Welt

Das Russische Schiffsregister als geopolitisches Machtinstrument des Kremls

von Redaktion Hasepost 20. November 2025
von Redaktion Hasepost 20. November 2025
Containerschiff / Foto: unsplash+ Getty Images
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Im Frühjahr 2022, nach dem großangelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine, geriet das RMRS in den Fokus zahlreicher Sanktionen — doch trotz dieser Eingriffe überstand es seine strukturelle Bedeutung als maritimes Einflussinstrument. Ursprünglich als föderale Einrichtung beim Verkehrsministerium angesiedelt, agiert das Register heute de facto als Teil des russischen Staatsapparats mit staatsähnlichen Funktionen.

Das RMRS übernimmt nicht nur Klassifikationsaufgaben für Handelsschiffe, sondern spielt eine zentrale Rolle bei der Betreuung der russischen Schattenflotte, der Überführung von Schiffen in völkerrechtswidrig besetzte Gebiete und der Umgehung westlicher Sanktionen. So wird das Register von Russland zur Legitimierung maritimer Operationen in den besetzten ukrainischen Häfen, etwa Mariupol und Berdjansk, eingesetzt.

Ein Kernaspekt liegt in der globalen Vernetzung des RMRS: Niederlassungen und Vertretungen existieren in zahlreichen Drittstaaten, darunter Aserbaidschan, Belarus, China, Südkorea und vielen weiteren — was die internationale Reichweite dieser Struktur verdeutlicht. Insbesondere in China und Korea agiert das RMRS in Kooperation mit chinesischen Werften und Reedereien als Bindeglied für Know-how-Import und Schiffsbauaufträge, was auch militär-industrielle Aspekte einschließt.

Darüber hinaus beaufsichtigt das RMRS zertifizierende Tochtergesellschaften und Scheinfirmen (z. B. das „Verband Russischer Register“ – ARR), welche in Drittstaaten aktiv sind und das Netzwerk zusätzlich verschleiern. Auch zahlreiche russische Tankerflottenfirmen werden vom RMRS reguliert, etwa „BF Tanker“ oder „Inok TM“, die trotz Sanktionen aktiv bleiben.

Im Bereich der besetzten ukrainischen Gebiete verlagert das RMRS seine maritimen Standards und klassifikatorischen Aufgaben. Beispielsweise wurden Ausbildungs- und Zertifizierungszentren in Sewastopol und Mariupol vom Register anerkannt und betrieben. Auch der Umschlag von Getreide oder Kohle über Schiffe unter RMRS-Aufsicht in die besetzten Häfen zeigt die Verflechtung von ziviler Handelslogistik und militärischer Nutzung.

Diese Vorgehensweise verletzt grundlegende Normen des Seerechts, darunter das UN-Seerechtsübereinkommen von 1982, sowie maritime Regelwerke wie SOLAS, MARPOL, STCW und MLC. Die Zusammenarbeit mit Staaten und Organisationen, die das RMRS anerkennen oder mit ihm kooperieren, wird damit zur Unterstützung russischer Aggression und zur Umgehung von Sanktionen.

Vor diesem Hintergrund plädiert der Bericht für eine Ausweitung der Sanktionen auf das RMRS, seine Tochtergesellschaften und das Netzwerk der ARR-Strukturen. Zudem sollten Kooperationen mit dem RMRS von internationalen Klassifikationsgesellschaften, Schifffahrtsverwaltungen und Memoranden der Hafenstaatkontrolle beendet werden.

Abschließend ist festzuhalten: Das RMRS fungiert nicht mehr nur als gewöhnliche Klassifikationsgesellschaft, sondern als integraler Teil des russischen militärisch-industriellen Komplexes. Seine weitreichenden internationalen Verknüpfungen verdeutlichen, wie militärische Logistik, maritime Wirtschaft und geopolitischer Einfluss heute miteinander verschmolzen sind — ein Faktum, der maritime Sicherheitsarchitekturen und Sanktionierungsstrategien nachhaltig herausfordert klarfocus.de

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Redaktion Hasepost

Dieser Artikel entstand innerhalb der Redaktion und ist deshalb keinem Redakteur direkt zuzuordnen. Sofern externes Material genutzt wurde (bspw. aus Pressemeldungen oder von Dritten), finden Sie eine Quellenangabe unterhalb des Artikels.

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