Am 21. März lädt der Exil-Verein im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus erneut zum „Lauf gegen Rassismus“ in Osnabrück ein. Gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Zivilgesellschaft, Sport und Stadtgesellschaft soll dabei ein sichtbares Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus gesetzt werden.
Hintergrund und Zielsetzung des Laufs
Das Datum des Laufes ist dabei nicht zufällig gewählt: Der 21. März ist durch die Vereinten Nationen als „Internationaler Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung“ festgelegt worden und soll dabei an das „Massaker von Sharpeville“ erinnern, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich demonstrierende Personen erschoss. Dabei fällt der 21. März bewusst in die durch die Stadt Osnabrück aufgerufenen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, welche zwischen dem 16. und 29. März stattfinden und ein reges Programm innerhalb der antirassistischen Bildungsarbeit in Osnabrück bieten.
Der „Lauf gegen Rassismus“ möchte im Zuge dessen ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung und für eine solidarische Stadtgesellschaft setzen. Exil-Geschäftsführerin Sara Josef wünscht sich dabei vor allem selbst: „Hoffentlich haben wir gutes Wetter und können ganz Osnabrück auf die Beine bekommen!“
Ablauf und Strecke des Solidaritätslaufs
Start- und Zielpunkt wird das Café Felka im Museumsquartier am Heger-Tor-Wall sein. Auch wie beim letzten Lauf verläuft die Strecke von rund elf Kilometern einmal um den Rubbenbruchsee und wieder zurück. Zudem wird es in diesem Jahr eine zusätzliche Strecke von rund sechs Kilometern geben, welche entlang des Westerbergs verläuft. „Diese Strecke kann dabei auch im Spaziergehen absolviert werden“, betont Josef. Um 14:00 Uhr wird der Solidaritätslauf starten und ungefähr bis 16:00 Uhr andauern.
Bereits jetzt zeigt sich eine breite Unterstützung für den Lauf
Kooperationspartner des Laufs ist das Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, das die Internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert. Katharina Opladen vom Büro für Friedenskultur erklärt dabei auch, dass sich bereits weitere Unterstützende für den Lauf gefunden haben. „Das Büdchen am Westerberg wird während des Laufs öffnen und den Teilnehmenden als Gelegenheit zur Pause bereitstehen.“, so Opladen. Ein weiteres Highlight ist auch die Unterstützung der vierbeinigen Botschafterin des Solidaritätslaufs: Winnie. Der in den sozialen Medien bekannte Hund, der auf Instragram rund 30.000 Follower begeistert, wird unter dem Motto „Pfoten gegen Rassismus“ auch am Lauf teilnehmen, um zusätzlich auf die Botschaft des Laufs aufmerksam zu machen.

Aufstellen zum Gruppenfoto für den „Lauf gegen Rassismus“ 2026. / Foto: Lilli Würdemann
„Osnabrück sagt Nein Zu Rassismus“
Aber auch der VfL Osnabrück zeigt vor dem „Lauf gegen Rassismus“ seine Unterstützung. Der Verein zeigt durch ein Instagram-Video, welches am 3. März auf dem Instagram-Kanal von Exil veröffentlicht wird, seine Solidarität: Spieler und Verantwortliche des VfL sprechen in ihrer jeweiligen Muttersprache den Satz „Nein zu Rassismus“ in die Kamera. Dabei werden nun bis zum 15. März weitere Video-Botschaften von Osnabrücker Bürgerinnen und Bürgern gesucht, um in Form eines zusammengeschnittenen Videos ein klares Zeichen gegen Rassismus in Osnabrück zu setzen. „Je mehr Stimmen, Sprachen und Gesichter mitmachen, desto sichtbarer wird das gemeinsame Bekenntnis für Solidarität und eine offene Stadt“, appelliert der Exil-Verein. Die Video-Botschaften können per E-Mail oder Instragram eingesandt werden.
Wie kann ich selbst am Solidaritätslauf teilnehmen?
Die Anmeldung ist noch bis zum 16. März online geöffnet und kostenlos. Aber auch eine spontane Anmeldung wird noch am Tag des Laufs ab 13:00 Uhr vor Ort möglich sein. Sara Josef betont dabei: „Alle sind Gewinnerinnen und Gewinner beim Lauf gegen Rassismus!“ Damit bekräftigt sie, dass eine Teilnahme auch ohne sportliche Höchstleistungen möglich und überaus erwünscht ist. Gehofft wird auf 400 Teilnehmende, wobei sich bis zum 2. März schon 170 Läuferinnen und Läufer registriert haben.
Spenden willkommen
Der Exil-Verein verzichtet beim Lauf auf ein Startgeld und hofft somit vielmehr auf die freiwilligen Spenden, die am 21. März oder auch jederzeit online getätigt werden können, um die wichtige Bildungsarbeit gegen Rassismus oder anderweitige Formen von Diskriminierung weiterhin vielfältig umsetzen zu können.
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