Bei der Parlamentswahl in Dänemark liegen die Sozialdemokraten laut erster Nachwahlbefragung trotz deutlicher Verluste an der Spitze. Der sogenannte „rote Block“ erreicht dem Exit Poll zufolge eine knappe Mehrheit, während der „blaue Block“ dahinter zurückbleibt. Entscheidenden Einfluss auf die Mehrheitsbildung könnten die Moderaten mit voraussichtlich 14 Sitzen erhalten.
Roter Block knapp vor blauem Lager
Laut Exit Poll können die Sozialdemokraten mit 34 der 179 Sitze im Folketing rechnen, 16 weniger als bislang. Insgesamt käme der sogenannte „rote Block“, zu dem neben den Sozialdemokraten die Sozialistische Volkspartei (20), die Radikalen Linke (11), die rot-grüne Einheitsliste (11) und die links-grüne Alternative (7) gehören, auf 83 Abgeordnete.
Dem gegenüber steht der „blaue Block“ mit voraussichtlich 78 Abgeordneten. Dieses Lager setzt sich der Hochrechnung zufolge aus der Liberalen Allianz (18), Venstre (16), den Dänendemokraten (14), der Konservativen Volkspartei (13), der Dänischen Volkspartei (13) und der Bürgerpartei (4) zusammen.
Moderaten als mögliches Zünglein an der Waage
Das Zünglein an der Waage wären damit die Moderaten mit 14 Sitzen. Die vier Sitze der Färöer und Grönlands sind in der Hochrechnung nicht mitgezählt.
Verluste für frühere Minderheitsregierung, Zugewinne für Dänische Volkspartei
Neben den Sozialdemokraten haben alle bislang an der Minderheitsregierung beteiligten Parteien verloren: Venstre hatte bislang sieben Sitze mehr, die Moderaten sind künftig wohl mit zwei Abgeordneten weniger vertreten. Die deutlichsten Zugewinne kann offenbar die Dänische Volkspartei verzeichnen, die sich von sieben auf 13 Sitze steigern würde.
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