CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat Politiker angesichts anstehender Strukturreformen dazu aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen. Er verlangte, dass Mandatsträger selbst stärker Verantwortung für ihre Altersvorsorge übernehmen und zugleich Reformen im Gesundheitswesen vorantreiben sollen.
Linnemann fordert Eigenvorsorge für Politiker
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann betonte, dass Politiker bei den geplanten Veränderungen nicht außen vor bleiben dürften. Für ihn sei klar, dass „auch Politiker ihren Beitrag bei den anstehenden Strukturreformen leisten müssen“, sagte er dem „Stern“.
Im Gespräch mit dem Magazin unterstrich Linnemann, dass er seit Langem eine stärkere Eigenverantwortung von Mandatsträgern in der Altersvorsorge befürworte. „Beispielsweise war ich schon immer der Meinung, dass Politiker selber fürs Alter vorsorgen müssen. Entweder privat oder in der gesetzlichen Rentenversicherung.“ Die Zukunft des Rentensystems sei damit zwar nicht geklärt. „Ich halte es aber für ein wichtiges Zeichen.“
Reformbedarf im Gesundheitswesen
Neben der Altersvorsorge machte Linnemann konkrete Vorschläge für eine Gesundheitsreform. So müsse künftig die Zahl von Operationen reduziert sowie der Besuch der Notaufnahme eingeschränkt werden. „Viel zu viele Menschen gehen in die Notfallambulanz, nicht wegen eines Notfalls, sondern zum Beispiel wegen einer Erkältung. Da sagt doch jeder zurecht: Das geht so nicht. Das müssen wir ändern. Für alle“, forderte der Christdemokrat im „Stern“.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Kritik liegt auf der Häufigkeit stationärer Eingriffe. „Wir haben auch viel zu viele stationäre Operationen in Deutschland. In anderen Ländern werden Gallen- oder Leisten-OPs sehr gut ambulant gemacht. Bei uns passiert das häufig stationär, weil es falsche Anreize dafür gibt. Auch das wird sich ändern müssen. Für alle.“
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