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Startseite Deutschland & die WeltCDU erwägt WM-Boykott als Druckmittel gegen Trump
Deutschland & die Welt

CDU erwägt WM-Boykott als Druckmittel gegen Trump

von Hasepost Redaktion 20. Januar 2026
von Hasepost Redaktion 20. Januar 2026
Nuuk auf Grönland am 19.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
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In der CDU wird ein europäischer Boykott der Fußball-WM in den USA als mögliches Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump diskutiert. Während Unionspolitiker im Fall einer Eskalation um Grönland oder eines Handelskriegs mit der EU deutliche Schritte fordern, reagiert die SPD zurückhaltend und verweist auf die möglichen Nachteile von Sportboykotten. Alternativ bringen Sozialdemokraten wirtschafts- und steuerpolitische Instrumente ins Gespräch.

CDU-Politiker bringen WM-Boykott ins Spiel

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sprach sich gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Trump aus. „Es braucht schon lange einen klaren und entschlossenen Kurs gegenüber Trump“, sagte er auf Anfrage der SZ. Beschwichtigung und Unterwürfigkeit seien kontraproduktiv, das werte Trump als Schwäche. „Insofern muss natürlich klar sein, dass Europa nicht an einer Fußball-WM teilnehmen sollte, im Fall, dass Trump seine Ankündigungen und Drohungen in Bezug auf Grönland umsetzt oder einen Handelskrieg mit der EU anzettelt.“

Zuvor hatte auch der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jürgen Hardt, als Ultima Ratio einen Boykott ins Spiel gebracht. Die WM wird vom 11. Juni bis 19. Juli zum größten Teil in den USA stattfinden. Einige Spiele richten Mexiko und Kanada aus, 78 von 104 Partien finden in den USA statt. Erstmals sollen 48 Mannschaften antreten. Im Fußball ist Europa noch eine Macht, es stellt 16 Teilnehmer – ohne Länder wie Frankreich, Spanien, England, Portugal und Deutschland wäre die WM sportlich deutlich entwertet.

Zurückhaltung und Alternativvorschläge in der SPD

Bei der SPD überwiegt bislang Skepsis gegenüber einem solchen Schritt. „Was Boykottdrohungen im Sport angeht, bin ich generell skeptisch. Man bestraft damit die Fans und die Sportler, der Nutzen ist fragwürdig“, sagte der Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner der SZ. Generell wäre mehr gemeinsame europäische Konsequenz hilfreich – „nach den politischen Bücklingen wird das aber schwierig“. Er nannte namentlich Nato-Chef Mark Rutte und Fifa-Chef Gianni Infantino.

Stegner verwies auf andere Möglichkeiten, auf Trump zu reagieren. „Vielleicht sollte wirklich ernsthaft über eine Digitalsteuer nachgedacht werden – das betrifft das Geschäft und trifft die reichen Freunde aus den Techkonzernen“, sagte er der SZ.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, hält einen WM-Boykott für unsinnig. Man solle lieber die Chance ergreifen, „am Rande des Turniers neue Partnerschaften mit politischen Akteuren und der Zivilgesellschaft zu knüpfen“, erklärte Ahmetovic der SZ.

DFB hält sich aus politischer Debatte heraus

Der Deutsche Fußball-Bund wollte sich auf SZ-Anfrage vorerst nicht zu der politischen Debatte äußern. Verwiesen wird hier auch auf die gerade sehr volatile Lage.

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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