Das Bundespresseamt (BPA) steht vor einem umfassenden Umbau seiner Strukturen. Nach einem mehrmonatigen Reformprozess sollen Abteilungen neu zugeschnitten, Kommunikationswege neu geordnet und strategische Aufgaben gebündelt werden. Ziel ist es, die Regierungskommunikation an digitale Entwicklungen und verändertes Kommunikationsverhalten anzupassen.
Neue Abteilungsstruktur und Leitungsstab
Das Bundespresseamt (BPA) steht vor einem großen Umbau, wie es ihn wohl seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Die Leitung des Hauses habe nach einem "mehrmonatigen Reformprozess" über eine neue Struktur für das Amt entschieden, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Der Prozess sei auch von interner und externer Expertise begleitet worden.
Kern der Reform ist demnach die Reduzierung von vier auf drei Abteilungen. Dazu werden die bisherigen Abteilungen 3 und 4 zu einer Abteilung "Politik und Kommunikation" zusammengefügt. In der neuen Abteilung soll die Kommunikation nach außen zentral gebündelt werden. Ein neugeschaffener "Leitungsstab – Strategie, Innovation, Desinformation" soll die strategische Arbeit steuern und langfristige Themen von den operativen Aufgaben trennen.
Auch die Abteilung "Informationsdienste" wird inhaltlich neu strukturiert. Darin werden künftig die Öffentlichkeitsarbeit und Informationsaufgaben nach innen abgebildet.
Ausrichtung auf digitale Kommunikation
Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Donnerstag: "Nach rund 25 Jahren war es Zeit für eine grundlegende Optimierung des BPA." Weiter erklärte er: "Unser Haus soll an der Spitze der Regierungskommunikation stehen und schlagkräftig über die Politik der Bundesregierung informieren. Dafür müssen wir die neue digitale Welt besser abbilden und uns auf ein verändertes Kommunikationsverhalten ausrichten."
Stärkere Vernetzung und Fokus auf Desinformation
Stellvertretende Chefin Esther Uleer des BPA sagte: "In dieser Reform stecken Analyse, Kraft und Herzblut. Wir schaffen eine straffe Aufbauorganisation, vernetzen uns stärker mit dem Bundeskanzleramt und schaffen neue Fähigkeiten. Mit der Reform gibt es Klarheit bei internen Abläufen und Zuständigkeiten. Wir werden als BPA auch resilienter, weil wir uns strategisch auf Krisen vorbereiten. Neben der Kommunikation als Kernaufgabe wird der Umgang mit Desinformation ein zentrales Thema."
Die Mitarbeiter des BPA wurden am Donnerstag über die anstehenden Veränderungen informiert. Die neuen Strukturen sollen am 1. Juni in Kraft treten.
✨ mit KI bearbeitet