Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat direkte staatliche Eingriffe in die Preisbildung wie eine Spritpreisbremse zurückgewiesen und auf gemischte Erfahrungen mit solchen Maßnahmen hingewiesen. Stattdessen regt er eine Überprüfung der Preissetzung durch die Monopolkommission an und äußert sich zugleich gelassen zur Diskussion um in den USA gelagerte deutsche Goldreserven.
Nagel skeptisch gegenüber staatlichen Preisbremsen
Bundesbankpräsident Joachim Nagel lehnt direkte Eingriffe wie eine Spritpreisbremse ab und verweist auf gemischte Erfahrungen mit Preisfindungsmaßnahmen. "Man hat ja seine Erfahrung gemacht, wenn es darum geht, in Preisfindungsprozesse einzugreifen. Und die Erfahrungen waren nicht nur positiv", sagte Nagel am Donnerstag den Sendern RTL und ntv.
Anstatt konkreter Vorgaben für die Politik plädiert Nagel dafür, die Preisgestaltung durch die Monopolkommission überprüfen zu lassen. Konkrete Empfehlungen an die Verantwortlichen in der Politik verbindet er damit nicht.
Gelassene Haltung zu Goldreserven in den USA
In der Debatte um die Rückholung deutscher Goldreserven aus den USA zeigt sich Nagel entspannt und verweist auf regelmäßige Kontrollen sowie Diversifikation. "Wir prüfen regelmäßig unsere Bestände dort" und "Mir ist an der Stelle nicht bange um die Goldbestände, die wir in den USA lagern", erklärte er.
Nach seinen Angaben verbleibt der Großteil der deutschen Goldreserven mit 51 Prozent in Deutschland, 37 Prozent werden in den USA gelagert und zwölf Prozent in England.
✨ mit KI bearbeitet