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Startseite AktuellBund fördert neues Depot für die Osnabrücker Museen mit 6,6 Millionen Euro
AktuellOsnabrück

Bund fördert neues Depot für die Osnabrücker Museen mit 6,6 Millionen Euro

von PM 29. September 2022
von PM 29. September 2022
Felix-Nussbaum-Haus, Museumsquartier Osnabrück
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Felix-Nussbaum-Haus, Museumsquartier Osnabrück

Die Stadt Osnabrück erhält eine finanzielle Förderung des Bundes in Höhe von 6,6 Millionen Euro für ein neues Depot zur angemessenen Unterbringung regionaler Kulturschätze. Geldgeber ist das Förderprogramm „KulturInvest“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Im Juli dieses Jahres hatte die Stadt Osnabrück dort einen Förderantrag eingereicht, der nun vom Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages bewilligt wurde.

Mit der Förderung ist etwa die Hälfte der geplanten Kosten für ein neues Magazin gedeckt, so dass dieses Projekt nun tatsächlich realisiert werden kann. Ein wichtiger Schritt für die Kultur Osnabrücks, sagt der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann: „Meines Wissens nach ist das die höchste Fördersumme, die Osnabrück jemals für ein kulturelles Vorhaben erhalten hat. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Zudem nimmt Wolfgang Beckermann einen wichtigen Gedanken auf: „Das Thema Depot mag langweilig erscheinen, ist es aber ganz und gar nicht. Es ist existentiell für die qualitative Sicherung unserer Objekte in Kunst, Kultur und Naturwissenschaften, die teils internationale Bedeutung haben. Nur mit einem Lagerungsort, der hohe Anforderungen erfüllt, können wir dauerhaft einen attraktiven Museumsstandort gewährleisten.“ Denn: Sammlungen seien die Basis eines jeden Museums. „Museen sammeln originale Zeugnisse der Kultur und der Natur. Diese werden zu Forschungs- und Bildungszwecken bewahrt, dokumentiert und künftigen Generationen übermittelt.“

Sicherung bedeutender Exponate

Die Sammlungen der städtischen Museen wie das Museumsquartier, das Museum am Schölerberg oder die Kunsthalle umfassen etwa 350.000 Objekte. Dazu zählen unter anderem die Sammlung Felix Nussbaum, die Sammlung Gustav Stüve sowie die Dürer-Grafiken aus der Sammlung Konrad Liebmann. Außerdem tausende naturwissenschaftliche Funde aus der Zeit des Karbon vor mehr als 300 Millionen Jahren und teils weltweit einmalige Tier- und Pflanzenfossilien.

„Die Sammlungen sind mitunter von unschätzbarem Wert und benötigen für ihren langfristigen Erhalt eine angemessene Lagerung und Zugänglichkeit. Derzeit sind sie in verschiedenen nicht immer gut geeigneten und größtenteils befristet angemieteten Räumlichkeiten untergebracht. Von einer langfristigen Sicherung von Kulturgut kann also nicht gesprochen werden“, sagt Norbert Niedernostheide, Direktor des Museums am Schölerberg und Verfasser des Förderantrags. Vor allem mit Blick auf präventive Konservierung, die dazu dient, Schäden an den Sammlungen bereits im Vorfeld zu vermeiden, sei eine langfristig gesicherte Unterbringung unter konservatorisch zufriedenstellenden Rahmenbedingungen unbedingt notwendig. Daher ist der Zuschlag aus Berlin auch ein Grund zur Freude für die Leiterin des Fachbereichs Kultur Patricia Mersinger: „Dank der Förderung wird ein großer Beitrag zur langfristigen Sicherung bedeutender Grundlagen für die Kulturarbeit geleistet – ein wichtiges Standbein der städtischen Kulturstrategie.“

Lange Planung und gute Vorbereitung

Die Planungen für ein neues Depot beschäftigen die Stadt Osnabrück schon lange. Bereits im Jahr 2020 besichtigten Mitglieder des Kulturausschusses und der Verwaltung Depotlösungen in Bremen und Münster zwecks umfassender Vorbereitung. So konnte man schnell reagieren, als sich in diesem Sommer nahezu unverhofft ein Förderfenster mit dem Programm „KulturInvest“ auftat. „Ich danke danke besonders den Abgeordneten Manuel Gava, SPD, und Dr. André Berghegger, CDU,für seine Unterstützung und Norbert Niedernostheide, dem Direktor des Museums für Natur um Umwelt, für sein Engagement zur Planung eines Depots und zur Beantragung der Fördermittel“, so Wolfgang Beckermann. Die Beantragung sei in den Sommermonaten in Windeseile erfolgt. Ein Grundstück für die geplante Bebauung stehe bereits zur Verfügung, sei erschlossen und befinde sich im Besitz der Stadt, die erforderlichen Bodengutachten liegen vor.

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