Der gestrandete Buckelwal vor Wismar lebt noch, doch sein Zustand verschlechtert sich.
Der Buckelwal, der seit Tagen in der Ostsee vor Wismar strandete, lebt noch, doch sein Zustand hat sich weiter verschlechtert. Das Tier liegt weiterhin fast regungslos im flachen Wasser der Wismarbucht, wie die Wasserschutzpolizei und Meeresbiologen von Greenpeace berichten. In der Nacht habe sich der Wal nicht von der Stelle bewegt, und seine Rufe seien am Morgen nicht mehr zu hören gewesen. Der Buckelwal, der sich in der Nacht auf Sonntag erneut von einer Sandbank befreit hatte, befindet sich noch immer vor Wismar. Allerdings hört man wohl keine Laute mehr von dem geschwächten Tier.
Die Atemfrequenz des Wals habe sich reduziert, und sein Zustand sei deutlich verschlechtert, wie der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, erklärte. Die Experten hoffen dennoch, dass der Wal die Kraft findet, sich auf den Weg zum Atlantik zu machen, wenn er in Ruhe gelassen wird. Die Behörden haben ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern rund um den Wal gezogen, in das kein Schiff oder Boot hineinfahren darf. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte, man wolle den Wal in Ruhe lassen, in der Hoffnung, dass er Kraft tankt und sich selbst befreit.
Buckelwal überlebt wochenlang ohne Nahrung
Der Ernährungszustand des Wals ist laut Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover gut. Buckelwale könnten wochenlang ohne Nahrung auskommen. Der Wal war erstmals Anfang März an der Ostseeküste gesichtet worden, nachdem er sich in einem Netz verfangen hatte. Einsatzkräfte und Meeresschützer hatten ihn teilweise von dem Netz befreit, doch ein Rest hing noch in seinem Maulwinkel. Seitdem wurde der Wal immer wieder an verschiedenen Orten in der Ostsee gesichtet, zuletzt vor Wismar, wo er nun seit Tagen festliegt.
Experten zweifeln an Wal-Rettungschancen
Die Überlebenschancen des Wals werden von Experten als gering eingeschätzt. Dennoch wird weiterhin gehofft, dass sich das Tier erholt und den Weg zurück in den Atlantik findet. Die Situation des Wals bewegt viele Menschen in der Region und darüber hinaus. Zahlreiche Schaulustige verfolgen die Rettungsversuche, und Medien aus aller Welt berichten über das Schicksal des Meeressäugers.
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