Nach der Wahl von Generalinspekteur Carsten Breuer zum neuen Chef des Nato-Militärausschusses drängen Verteidigungspolitiker und der Bundeswehr-Verband auf eine schnelle Benennung seines Nachfolgers. Breuer soll den Posten im Sommer 2027 antreten, doch traditionell bereiten sich die Gewählten bereits früher auf die neue Rolle vor.
Forderungen aus Politik und Verband
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), betonte gegenüber dem „Spiegel“, „Der Verteidigungsminister muss jetzt schnell handeln und die Nachfolge als Generalinspekteur regeln, eine Hängepartie an der Spitze der Bundeswehr können wir uns angesichts der sicherheitspolitischen Lage nicht leisten“. Auch die Vize-Fraktionschefin der Grünen, Agnieszka Brugger, mahnte zur Eile: „Die Zeiten sind aber zugleich so ernst, dass der Kanzler und der Verteidigungsminister keine unnötige Sekunde zögern sollten, einen neuen Generalinspekteur zu ernennen“.
"historisch vor so großen Herausforderungen wie der Nachfolger von General Breuer", ergänzte Brugger.
Pistorius’ Plan und Verbandsposition
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant, dass Breuer bis kurz vor seinem Wechsel zur Nato im Amt bleibt. Sein Fokus bleibe bis dahin uneingeschränkt auf den Aufgaben als Generalinspekteur, hieß es aus dem Ministerium.
Der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, unterstrich die Dringlichkeit: „Für die Bundeswehr ist eine zügige Entscheidung über die Nachfolge nun von großer Bedeutung“. Je früher die Übergabe an den Nachfolger erfolge, desto besser, so Wüstner gegenüber dem „Spiegel“.