Eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde gefunden.
In Dresden wurde am Dienstag eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe britischer Bauart wurde am Elbufer im Bereich der ehemaligen Carolabrücke entdeckt. Wie der MDR berichtet, handelt es sich um einen Blindgänger mit intaktem Zünder. Der zweite verdächtige Gegenstand entpuppte sich als harmloses Metallteil. Die Bombe liegt etwa zwei bis drei Meter tief im Boden und erfordert eine aufwendige Entschärfung.
1.000-Meter-Sperrkreis in Dresden eingerichtet
Die Polizei hat den Fundort abgesperrt und bewacht den Bereich über Nacht. Ein Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern wird eingerichtet, der große Teile der Dresdner Innenstadt umfasst. Betroffen sind rund 18.000 Menschen, darunter Anwohner, Pendler und Touristen. Die Evakuierung beginnt am Mittwochmorgen um 9 Uhr. Bis dahin muss der Sperrkreis verlassen werden.
Notunterkunft und zusätzlicher Nahverkehr
Die Stadt Dresden hat eine Notunterkunft an der Messe eingerichtet, die ab 7 Uhr geöffnet ist. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bieten zusätzliche Busse und Straßenbahnen an, die im 20-Minuten-Takt verkehren. Die Evakuierung betrifft zahlreiche öffentliche Einrichtungen, darunter der Sächsische Landtag, mehrere Ministerien, Gerichte und Polizeidienststellen. Auch Pflegeheime, Kitas, Schulen, Kirchen und Kultureinrichtungen wie die Semperoper und der Zwinger sind betroffen. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, sind zudem 23 Hotels, die Altmarktgalerie und mehrere Banken von der Räumung betroffen.
Elbe gesperrt und Drohnenflugverbot verhängt
Die Elbe wurde während der Freilegung gesperrt und ein Drohnenflugverbot verhängt. Der Elberadweg ist bereits gesperrt und wird umgeleitet. Die Stadt Dresden informiert kontinuierlich über die weiteren Schritte und bietet ein Bürgertelefon für Fragen an. Die Entschärfung der Bombe erfordert höchste Vorsicht und könnte sich bis in den Nachmittag hinziehen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Anweisungen zu befolgen und den Sperrkreis rechtzeitig zu verlassen.
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