Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hält trotz des jüngsten Eklats am Deutschen Buchhandlungspreis fest und übt deutliche Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Vorsteher Sebastian Guggolz bezeichnete den Umgang mit dem Preis als beschädigt und warnte vor einem möglichen Rückschritt für die Buchbranche.
Börsenverein verteidigt Bedeutung des Buchhandlungspreises
Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, betonte gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) die Bedeutung des Deutschen Buchhandlungspreises für die Branche. "Nicht der Preis ist beschädigt, sondern der Verleihende hat sich beschädigt", sagte Guggolz dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Der Preis sei für Buchhandlungen und Verlage nach seinen Worten unverändert wichtig. "Der Deutsche Buchhandlungspreis ist – wie auch sein Pendant, der Verlagspreis – eine wichtige Wertschätzung der Leistung von Buchhandlungen und Verlagen für Kultur und Gesellschaft. Es wäre ein großer Rückschritt, wenn die grundsätzliche Akzeptanz für die beiden Preise schwinden würde", sagte Guggolz weiter dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Warnung vor kulturpolitischem Rückschritt
Guggolz verwies zudem auf die kulturpolitische Dimension des Preises. "Ein Wegfall der Preise wäre zudem eine kulturpolitische Entscheidung, gegen die Stärkung der Verlags- und Buchhandelsvielfalt in Deutschland, da sie bislang die einzige Möglichkeit einer Art Förderung zu sein scheinen", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Kritik an Eingriff von Kulturstaatsminister Weimer
Mit Blick auf den jüngsten Eklat forderte Guggolz, die Entscheidung über die Preisträger müsse "allein bei der fachkundigen Jury liegen", wie er dem RND sagte. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warf er ein "intransparentes" Eingreifen vor. Preisträger links und rechts der Mitte sollten hierbei nach seinen Worten selbstverständlich sein. "Mit Extremismus hat das nichts zu tun", sagte Guggolz dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
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