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Startseite KommentarBitte warten: Die Friedensstadt Osnabrück – mit Ausnahme der Oberbürgermeisterin – erklärt sich (vorerst) nicht solidarisch mit Israel
KommentarMeinung & Kolumne

Bitte warten: Die Friedensstadt Osnabrück – mit Ausnahme der Oberbürgermeisterin – erklärt sich (vorerst) nicht solidarisch mit Israel

von Heiko Pohlmann 8. Oktober 2023
von Heiko Pohlmann 8. Oktober 2023
Solidarität mit Israel / Montage: Hasepost
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Pfui! Viel mehr fällt mir nicht dazu ein, wenn ich sehe, wie die angebliche „Friedensstadt“ Osnabrück auf den terroristischen Überfall auf Israel reagiert.

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Update, 14:45 Uhr: Kurzfristig wurde für den späten Sonntagnachmittag zu einer Solidaritätsveranstaltung vor dem Theater eingeladen. Los geht’s um 17 Uhr, hier alle Informationen dazu.

Einzig Katharina Pötter veröffentlichte noch am Samstag auf ihrem privaten Instagram-Account eine Solidaritätsbekundung (Danke!). Am Sonntagvormittag folgte dazu noch ein offizielles Statement als Oberbürgermeisterin – und das war’s. Die großen im Stadtrat vertretenen Parteien, von den Grünen und der FDP über die SPD bis hin zur CDU: Schweigen!

Kein Statement der demokratischen Parteien über die Presse oder auf den Social-Media-Accounts an die jüdische Bevölkerung Osnabrücks. Die Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Osnabrück? Scheinbar untergetaucht – vermutlich bereits vorfeld-geschockt ob der für heute Abend zu erwartenden Wahlergebnisse aus Hessen und Bayern.
Wie gesagt: Einzig die Oberbürgermeisterin der Friedensstadt reagiert und benennt was gerade passiert mit deutlichen Worten: Es ist „Terror“! 

Statement der Oberbürgermeisterin von Osnabrück vom 8. Oktober 2023:

„Wir und die ganze freie Welt stehen an Israels Seite. Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft ein klares Signal der Solidarität aussendet. Terror und Gewalt der Hamas müssen sofort gestoppt werden. Ich appeliere an alle Parteien, die Konflikte durch Dialog und Verhandlungen zu lösen.“

In diesen Stunden sind Dutzende Zivilisten von Terroristen in Geiselhaft verschleppt, Hunderte Israelis wurden auf offener Straße hingerichtet und Tausende kämpfen in den Krankenhäusern um ihr Überleben – der immer schon fragile Friedensprozess im Nahen Osten darf als gescheitert angesehen werden.

Vor dem historischen Rathaus wird derweil das Streetfood-Festival gefeiert.
Und Streifenwagen und Zivilpolizisten müssen die Osnabrücker Synagoge beschützen.

Solidarität gibt es vermutlich erst wieder am Montag … zu den üblichen Bürozeiten der Parteien und Fraktionen. Scheinbar kann sich einzig die Oberbürgermeisterin auch am Wochenende solidarisch zeigen. Alle anderen haben wohl besseres zu tun?

Osnabrück, Friedensstadt? Solidarität mit Israel?

 

Rückblick: Am 24. Februar 2022 – innerhalb nur weniger Stunden nach dem Angriff der Russen auf die Ukraine – wurde spontan eine Solidaitätsveranstaltung vor dem historischen Rathaus des Westfälischen Friedens organisiert und das Rathaus in den Nationalfarben der Ukraine angestrahlt.
Wer das Osnabrücker Rathaus in den Farben Israels sehen will, muss – wie unser Grafiker – auf Photoshop zurückgreifen.


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

 

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Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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