Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden ihre Führungs- und Vorstandsposten beim Mainzer Unternehmen Ende 2026 abgeben und ein neues mRNA-Unternehmen gründen. Von einem Bruch mit Biontech könne keine Rede sein, betonten sie im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Künftig wolle sich Biontech stärker zu einem kommerziellen Pharmaunternehmen entwickeln, während Sahin und Türeci ihre Schwerpunkte wieder auf die Forschung legen wollen.
Neugründung statt Bruch mit Biontech
Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci kündigten an, ihre Führungs- und Vorstandsposten bei Biontech Ende 2026 abzugeben und ein neues mRNA-Unternehmen zu gründen. Der Schritt sei kein Bruch mit Biontech, sagten die Gründer dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Das Unternehmen entwickle sich zunehmend zu einem kommerziellen Pharmaunternehmen, während ihre eigene Stärke vor allem in der Forschung liege.
„Jetzt müssen andere Kräfte und Expertisen an Bord geholt werden. Wir wollen unsere Superkräfte für die Medizin anders nutzen“, sagte Türeci dem „Handelsblatt“. Nach zwei aufgebauten Firmen sei für sie nun der Zeitpunkt gekommen, „ein drittes Baby“ zu gründen.
Fokus auf nächste Generation von mRNA-Therapien
Ziel der Neugründung sei es, die nächste Generation von mRNA-Therapien zu entwickeln und stärker mit Künstlicher Intelligenz zu verbinden, sagten beide dem „Handelsblatt“. Das neue Unternehmen soll sich auf die Weiterentwicklung der mRNA-Technologie konzentrieren, die laut Sahin noch lange nicht ausgeschöpft sei. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnten künftige Therapien präziser, potenter und stärker personalisiert entwickelt werden.
Verbleib als Anteilseigner und mögliche Kooperationen
Biontech werde sich nach den Plänen der Gründer auf die Spätentwicklung von Medikamenten und deren Kommerzialisierung konzentrieren. Beide Gründer wollen dem Unternehmen als Anteilseigner verbunden bleiben und halten aktuell zusammen rund 15 Prozent der Aktien. Zudem könnte Biontech sich an der neuen Firma beteiligen und künftig Kombinationsstudien oder Kooperationen prüfen, sagte Sahin dem „Handelsblatt“.
✨ mit KI bearbeitet