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Startseite Deutschland & die WeltBaustarts brechen ein: Wohnungsbau in Deutschland stockt
Deutschland & die Welt

Baustarts brechen ein: Wohnungsbau in Deutschland stockt

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 18. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 18. Juli 2025
Foto: dts
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Der Wohnungsbau in Deutschland befindet sich in einer anhaltenden Krise: Zwischen dem Hochstand Ende 2022 und der Jahresmitte 2025 sind die Baustarts um 85 Prozent zurückgegangen. Auch die Flächen geplanter oder im Bau befindlicher Projekte schrumpfen weiter, wie der „Development Monitor“ von Bulwiengesa und dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zeigt. Experten und Verbandsvertreter warnen vor gravierenden Folgen für den Wohnungsmarkt und fordern politische Maßnahmen. Die Bundesregierung verweist auf positive Signale und geplante Milliardeninvestitionen.

Starker Rückgang bei Baustarts und Wohnungsprojekten

Laut dem aktuellen „Development Monitor“ des Analysehauses Bulwiengesa und des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), über den die „Bild“ (Freitagausgabe) berichtet, ist die Zahl der Baustarts seit dem Hochstand Ende 2022 bis zur Jahresmitte 2025 um 85 Prozent gesunken. Auch das laufende Jahr ist von Rückgängen geprägt: Seit Jahresbeginn 2025 ist die Fläche geplanter oder im Bau befindlicher Wohnprojekte um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Besonders stark betroffen sind kleinere Städte in sogenannten „C- und D-Lagen“ mit einem Minus von zehn Prozent; in Großstädten liegt der Rückgang bei sechs Prozent.

Experten und Verbandsvertreter schlagen Alarm

Dirk Salewski, Präsident des BFW, äußerte sich gegenüber der „Bild“ besorgt: „Diese Zahlen sind ein Weckruf“, sagte er. „Die Pipeline läuft trocken und da kommt auf absehbare Zeit nicht viel nach. Deutschland schiebt eine Bau-Bugwelle an nicht realisierten Projekten vor sich her. Was heute nicht geplant und gebaut wird, steht morgen nicht zur Verfügung.“

Auch André Adami, Bereichsleiter Wohnen bei Bulwiengesa, rechnet mit einem deutlichen Rückgang bei den Fertigstellungen: Laut Bericht der „Bild“ erwartet er im Jahr 2025 weniger als 200.000 fertiggestellte Neubauwohnungen. Demgegenüber liegt der tatsächliche Bedarf laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bei mindestens 320.000 Wohnungen pro Jahr.

BFW-Präsident Dirk Salewski kritisierte zudem die schleppende Umsetzung politischer Maßnahmen: „Die Brisanz der Lage wird nicht erkannt. Der Bau-Turbo kommt erst im Herbst und wirkt nicht schnell“, so Salewski gegenüber der Zeitung.

Politik sieht positive Signale und plant Investitionen

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) zeigte sich im Gespräch mit der „Bild“ dennoch optimistisch: „Der Wohnungsbau hatte schwere Jahre. Die Vorzeichen drehen sich und das Ifo-Institut weist die beste Stimmung im Wohnungsbau seit knapp drei Jahren aus“, sagte sie. Weiter erklärte Hubertz: „Jetzt starten wir mit dem Bau-Turbo – und investieren 23,5 Milliarden Euro in sozialen Wohnungsbau bis 2029.“

Baupolitiker Jan-Marco Luczak (CDU) kündigte in der „Bild“ einen „Politikwechsel“ an. „Den Gebäudetyp EH55 machen wir vorübergehend förderfähig und schaffen mit dem Gebäudetyp-E die Möglichkeit, rechtssicher von den anerkannten Regeln der Technik abzuweichen“, erklärte Luczak. Ziel sei es, „Bauen wieder erschwinglich zu machen“ – weg vom „teuren Goldstandard“, der das Wohnen unbezahlbar mache. Luczak sagte weiter: „Wir durchbrechen die Spirale aus immer strengeren und kostentreibenden Standards.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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