UN-Vollversammlungspräsidentin Annalena Baerbock hat den Umgang mit den Epstein-Akten scharf kritisiert und mehr Schutz für die Opfer gefordert. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal „T-Online“ sprach sie von widerwärtigen und erschreckenden Vorgängen rund um den Missbrauch junger Mädchen und warnte vor einer schützenden „Machtelite“. Baerbock sieht in dem Skandal zugleich einen Anlass, die gesellschaftliche Gleichstellung weiter zu stärken.
Baerbock fordert konsequenten Opferschutz
UN-Vollversammlungspräsidentin Annalena Baerbock hat im Zusammenhang mit den Epstein-Akten deutliche Kritik geäußert. „Neben unabdingbarer Aufklärung und dem Opferschutz sollten sich jetzt all diejenigen, die den Einsatz für Frauenrechte bisher als Gedöns abgetan haben, mal dringend hinterfragen“, sagte Baerbock dem Nachrichtenportal „T-Online“.
Mit Blick auf die in den Akten aufgeführten Vorgänge sprach Baerbock von einem zutiefst verstörenden Gesamtbild. „Widerwärtig, erschreckend. Einfach alles daran“, sagte sie laut „T-Online“ mit Bezug auf die in den Epstein-Akten aufgeführten Vorfälle. „Mädchen, so alt wie unsere Töchter, wurden aufs Schlimmste missbraucht, über Jahre trotz ihrer Aussagen im Stich gelassen“, fügte sie hinzu.
Warnung vor schützender „Machtelite“
Baerbock warnte in dem Interview vor Strukturen, in denen einflussreiche Kreise sich gegenseitig vor Konsequenzen bewahrten. Es gebe eine „Machtelite“, die sich mit Blick auf „kriminellen Kindesmissbrauch“ gegenseitig schütze, sagte sie gegenüber „T-Online“. „Das beeinflusst auch die globale Sicherheit, weil dahinter natürlich auch unglaubliche Erpressungspotenziale stecken“, so Baerbock.
Gleichstellung als Prävention gegen Missbrauch
Aus dem Skandal leitet Baerbock nach eigenen Worten auch eine politische Konsequenz für die Gleichstellungspolitik ab. „Je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto weniger anfällig ist man für Korruption, Amts-, Macht- und erst recht sexuellen Missbrauch“, sagte die Grünen-Politikerin „T-Online“.
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