Die Zahl der erstmals in Deutschland gestellten Asylanträge ist im März 2026 deutlich gesunken. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums, über die „Bild“ berichtet, wurden bundesweit 6.981 Erstanträge registriert – rund 22 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch im ersten Quartal insgesamt verzeichnen die Behörden einen Rückgang der Asylgesuche. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht darin einen Erfolg der aktuellen Migrationspolitik.
Deutlicher Rückgang bei Erstanträgen
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums, über die „Bild“ berichtet, stellten im März 2026 insgesamt 6.981 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland. Im März 2025 waren es noch 8.983 Erstanträge gewesen, was einem Rückgang von rund 22 Prozent entspricht. Im ersten Quartal 2026 wurden den Daten zufolge 21.617 Erstanträge erfasst. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag die Zahl noch bei 35.657 (minus 39 Prozent).
Bei den Erstanträgen handelt es sich um Asylgesuche von Migranten, die zuvor noch keinen entsprechenden Antrag in der Bundesrepublik gestellt hatten.
Dobrindt spricht von „Asylwende“
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertete die Entwicklung laut „Bild“ als Erfolg der aktuellen Regierungslinie. „Die Asylwende wirkt. Die Asylzahlen gehen weiter runter“, sagte Dobrindt dem Blatt. Der Minister kündigte an, die eingeschlagene Strategie beizubehalten. „Wir gehen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klare Kante konsequent weiter.“
Weniger illegale Einreisen und Wirkung der Grenzkontrollen
Einen starken Rückgang verzeichnen die Behörden laut „Bild“ auch bei der Zahl der Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel nach Deutschland. Die Bundespolizei stellte demnach an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen von Januar bis März 2026 genau 12.147 solcher Einreisen fest. Das ist der niedrigste Wert seit dem Corona-Jahr 2021 mit 9.653 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel. In den Spitzenjahren 2023 und 2024 seien es jeweils knapp 20.000 Fälle gewesen.
„Saisontypisch bewegen sich die Feststellungen illegaler Migration an den deutschen Grenzen derzeit auf einem niedrigen Niveau“, heißt es in einem internen Bericht der deutschen Sicherheitsbehörden, über den die „Bild“ berichtet. Hauptgrund neben der Jahreszeit seien demnach „nachhaltig reduzierte Migrationsbewegungen“ von Personen aus den „Hauptherkunftsländern Afghanistan, Syrien, Türkei“ sowie neue „Zielländer“ wie Frankreich, Großbritannien und Skandinavien.
Seit der Verschärfung der Grenzkontrollen vor knapp elf Monaten am 7. Mai 2025 registrierte die Bundespolizei insgesamt 43.432 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel. In 31.725 Fällen wurden die betreffenden Personen sofort zurückgewiesen, was knapp Dreiviertel (73 Prozent) aller Fälle entspricht. In 278 Fällen wurde besonders verletzlichen Personen – Alten, Kranken und Kindern – die Einreise ermöglicht.
Laut einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin sind Zurückweisungen von Asylsuchenden rechtswidrig, wenn nicht zuvor geklärt wird, welcher EU-Staat für den Asylantrag zuständig ist.
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