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Startseite Deutschland & die WeltAntibiotika-Einkaufsregeln verpuffen: Abhängigkeit von Asien bleibt
Deutschland & die Welt

Antibiotika-Einkaufsregeln verpuffen: Abhängigkeit von Asien bleibt

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 8. November 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 8. November 2025
Medikamente / Foto: dts
21

Die Bundesregierung wollte mit geänderten Einkaufsregeln für Antibiotika die Abhängigkeit von Importen aus China und Indien verringern. Doch trotz eines seit zweieinhalb Jahren geltenden Gesetzes, das Krankenkassen eine Bevorzugung europäischer Wirkstoffe vorschreibt, bleibt die Wirkung offenbar aus. Nach Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ haben Hersteller weder neue EU-Produktionsanlagen aufgebaut noch Kapazitäten erweitert, und die Zahl der gemeldeten Lieferengpässe bleibt hoch.

Geänderte Einkaufsregeln ohne durchschlagenden Effekt

Seit zweieinhalb Jahren ist ein Gesetz in Kraft, das den Krankenkassen vorschreibt, bei ihren Ausschreibungen Wirkstoffe aus europäischer Fertigung zu bevorzugen. Nach Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hat das bisher noch keinen Hersteller dazu bewegt, eine Produktionsanlage in der EU aufzubauen oder vorhandene Kapazitäten zu erweitern.

Zudem fällt es den Krankenkassen für viele Antibiotika-Wirkstoffe offenbar schwer, überhaupt einen europäischen Anbieter zu finden. Das ist seit dem Inkrafttreten des Gesetzes nur in knapp der Hälfte der Fälle gelungen; für eine Reihe von besonders häufig verschriebenen Antibiotika gingen die Bestellungen komplett nach Asien.

Evaluation durch das Bundesgesundheitsministerium

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Evaluation des vom damaligen Minister Karl Lauterbach (SPD) eingebrachten „Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes“ bis zum Ende des Jahres angekündigt.

Lieferengpässe bleiben hoch

Den vorliegenden Daten zufolge hat es die Zahl der insgesamt gemeldeten Lieferengpässe bisher nicht merklich gesenkt. Sie liegt nach Auskunft des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte zurzeit bei 553. „Es geht quer durchs Sortiment“, sagte Anke Rüdinger, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands, der FAS. „Wenn uns das alles im Winter fehlt, wird es schwierig.“, sagte Rüdinger der FAS.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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