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Startseite Deutschland & die WeltAfD fordert Auflösung der Bildungszentrale, Kritik folgt prompt
Deutschland & die Welt

AfD fordert Auflösung der Bildungszentrale, Kritik folgt prompt

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 24. Januar 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 24. Januar 2025
Konzentrationslager (Archiv)
89

Die AfD Sachsen-Anhalt plant die Auflösung der Landeszentrale für politische Bildung. Der Vorschlag von Fraktionsvize Hans-Thomas Tillschneider löst heftige Kritik aus, insbesondere da er Veranstaltungen zur Erinnerung an den Nationalsozialismus als Grund anführt. Diese Kritik richtet sich gegen die vermeintlichen Angriffe auf die Erinnerungskultur, insbesondere auf Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden.

Kritik an Tillschneiders Aussagen

Die Äußerungen von Hans-Thomas Tillschneider wurden in einer Landtagsdebatte gemacht, bei der er die Häufigkeit von Veranstaltungen zur Zeit des Nationalsozialismus in Frage stellte. Insbesondere kritisiert er den „Dauermodus des Schuldbewusstseins und der latenten Selbstanklage“ in den Veranstaltungen der Landeszentrale. Diese Kommentare haben zu scharfer Kritik geführt. Christoph Heubner, geschäftsführender Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, sagte gegenüber der „Welt“: „Tillschneiders schamlose und schäbige Attacken gegen die Erinnerungskultur empfinden die Überlebenden des Holocaust als Angriff gegen ihre ermordeten Angehörigen und gegen sich selbst.“

Reaktionen auf Tillschneiders Rede

In einem Interview mit der „Welt“ verteidigte Hans-Thomas Tillschneider seine Aussagen und argumentierte, dass es nötig sei, die Vergangenheit „vergehen zu lassen“. Er hinterfragte den wert der Gedenkveranstaltungen und wies darauf hin, dass diese „80 Jahre nach Kriegsende über 50 Prozent der Aktivitäten ausmachen“, was er als fragwürdig empfindet. Diese Häufung von Veranstaltungen sei dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geschuldet, der rund um den 27. Januar stattfindet.

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt widerspricht

Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, entgegnete daraufhin in der „Welt“: „Tillschneiders Empfehlung, sich allein ‚historisierend` mit der NS-Geschichte zu befassen, entspricht der sattsam bekannten Forderung nach einem ‚Schlussstrich`.“ Diese Forderung stößt auf Ablehnung, da sie den fortwährenden Bildungsauftrag und die Erinnerungskultur beeinträchtigt, die als essentiell für das gesellschaftliche Bewusstsein angesehen werden.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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