Die AfD bleibt in der von Forsa gemessenen Wählergunst vorn und liegt mit 26 Prozent weiter vor der Union, die auf 22 Prozent kommt. Zugleich wächst der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen deutlich, während die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter sinkt. Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen bleiben überwiegend pessimistisch, wie aus der jüngsten Forsa-Umfrage für RTL und ntv hervorgeht.
AfD vorn, hohe Zahl Unentschlossener
In der wöchentlichen Forsa-Erhebung für die Sender RTL und ntv kommt die AfD unverändert auf 26 Prozent und liegt damit weiterhin vier Prozentpunkte vor der Union, die auf 22 Prozent kommt. Die Grünen behaupten mit 15 Prozent den dritten Platz. SPD und Linke erreichen weiterhin jeweils 12 Prozent, die FDP bleibt bei 4 Prozent.
Weiterhin auffällig ist der hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen. Mit derzeit 27 Prozent liegt dieser deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025. Mehr als jeder vierte Wahlberechtigte ist damit derzeit politisch ungebunden.
Geringes Vertrauen in politische Kompetenz
Auch bei der politischen Kompetenz gab es gegenüber der Vorwoche kaum Bewegung. 13 Prozent der Wahlberechtigten trauen der Union zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Unverändert 12 Prozent sehen die AfD vorne. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und kommen auf 7 Prozent. SPD und Linke erreichen jeweils unverändert 6 Prozent.
Das Vertrauen in die Parteien insgesamt bleibt weiterhin gering. 54 Prozent der Bürger trauen derzeit keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können, so Forsa für RTL und ntv.
Merkel-Nachfolger Merz unter Druck, wirtschaftlicher Pessimismus
Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht weiter zurück. Aktuell sind nur 14 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. 84 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch. Selbst unter den Anhängern der Union fällt die Zustimmung mit 48 Prozent vergleichsweise verhalten aus. Unter den Anhängern der SPD (19 Prozent), Grünen (7 Prozent), Linken (3 Prozent) und AfD (1 Prozent) findet die Arbeit des Bundeskanzlers kaum Zustimmung.
Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen bleiben deutlich negativ. Derzeit rechnen lediglich 14 Prozent mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 64 Prozent erwarten dagegen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, während 19 Prozent von einer unveränderten Entwicklung ausgehen. Gegenüber der Vorwoche hat sich die wirtschaftliche Stimmung damit leicht eingetrübt. Insgesamt bleibt der wirtschaftliche Pessimismus auf einem hohen Niveau.
Die Daten zu Parteipräferenzen, Kanzlerzufriedenheit und Wirtschaftserwartungen wurden laut Forsa für RTL und ntv vom 30. Juni bis 6. Juli 2026 erhoben. Die Datenbasis umfasst 2.502 Befragte. Zur politischen Kompetenz wurden 1.004 Personen befragt.
