Ägyptens Außenminister Samih Schukri warnt vor einem möglichen israelischen Angriff auf die Stadt Rafah im Gazastreifen, die über eine Million palästinensische Binnenflüchtlinge beherbergt. Er betont die schweren Folgen für die Zivilbevölkerung und deutet an, dass Ägypten den Friedensvertrag von 1978 unter bestimmten Bedingungen aussetzen könnte.
Ägypten warnt Israel vor Angriff auf Rafah
Samih Schukri, der ägyptische Außenminister, hat Israel eindringlich vor einem möglichen Vorstoß gegen die Stadt Rafah gewarnt. Rafah liegt im Süden des Gazastreifens und ist Heimat für mehr als eine Million palästinensischer Binnenflüchtlinge. “Wir sehen die Möglichkeit einer israelischen Offensive in Rafah mit großer Sorge, wir haben sehr deutlich gemacht, dass dies nicht geschehen darf”, sagte er in einem Interview mit der “Welt”.
Die Folgen für die Zivilbevölkerung
Schukri betonte die möglichen verheerenden Folgen eines solchen Angriffs für die Zivilbevölkerung. Eine Offensive in Rafah würde die Zahl der getöteten Zivilisten, besonders von Frauen und Kindern, weiter in die Höhe treiben. “Schon jetzt sind die Folgen der israelischen Offensive für die Zivilbevölkerung in ihrer Schwere ohne Vergleich im 21. Jahrhundert”, so der ägyptische Außenminister.
Mögliche Auswirkungen auf den Friedensvertrag
Auf die Frage, ob Ägypten im Fall eines israelischen Vorstoßes nach Rafah den seit 1978 bestehenden Friedensvertrag mit Israel aussetzen könnte, antwortete Schukri, dass der Vertrag der Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit in der Region diene. Er fügte jedoch hinzu: “Es wird weiterhin den rechtlichen Rahmen für die Beziehungen zwischen beiden Ländern bilden, sofern alle seine Artikel vollständig, korrekt und in gutem Glauben umgesetzt werden.” Dies lässt den Schluss zu, dass eine Aussetzung des Vertrags unter bestimmten Bedingungen denkbar ist.
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