Angesichts des andauernden Iran-Kriegs warnen Experten vor deutlich steigenden Energiepreisen. Ein Ölpreis von bis zu 180 Dollar pro Barrel könnte nach Einschätzung des RWI-Leibniz-Institutes die Inflation in Deutschland erheblich antreiben und das erwartete Wirtschaftswachstum für 2026 gefährden.
Experte hält Ölpreissprung auf 180 Dollar für möglich
Angesichts des Konflikts im Iran rechnen Fachleute mit einem möglichen weiteren Anstieg der Energiepreise. Der Ölpreis für die Sorte Brent war am Freitag auf 111 Dollar gestiegen. Ein solcher Preisanstieg könnte nach Einschätzung von Manuel Frondel, Energie-Experte des RWI-Leibniz-Institutes, jedoch erst der Anfang sein.
„Ein Ölpreis von 180 Dollar pro Barrel würde den bisherigen Spitzenpreis von rund 150 Dollar aus dem Jahr 2008 deutlich übertreffen. Ausgeschlossen ist ein solches Preishoch nicht“, sagte Frondel der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Sollte es dazu kommen, würde der Ölpreis die Inflation bei uns stark anheizen. Das erhoffte Wirtschaftswachstum für 2026 wäre dann vermutlich dahin.“
Auswirkungen auf Haushalte mit Gas- und Ölheizungen
Mit Blick auf private Haushalte sieht Frondel derzeit vor allem Unterschiede je nach Heizart. „Haushalte mit Gasheizungen sind durch die Preisbindungen ihrer Verträge derzeit noch vor massiven Preissteigerungen geschützt. Wer allerdings nun Neuverträge abschließen muss, wird die Entwicklung spüren“, sagte er der „Rheinischen Post“.
Auch Besitzer von Ölheizungen könnten von der weiteren Entwicklung an den Energiemärkten betroffen sein. Frondel erklärte: „Wer noch eine Ölheizung im Keller hat, kann froh sein, dass der Winter vorbei ist und auf wieder fallende Preise bis zum Herbst hoffen.“
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