Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) warnt vor steigenden Lebensmittelpreisen infolge einer drohenden Düngemittelknappheit durch den Iran-Krieg. Ursache seien stark steigende Düngerpreise, die laut Ministerium durch die Lage im Persischen Golf und höhere Energiekosten getrieben werden. Rainer unterstützt deshalb den Vorschlag der EU-Kommission, Zölle auf Düngerimporte befristet auszusetzen, um die Märkte zu entlasten.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) befürchtet höhere Lebensmittelpreise aufgrund einer drohenden Düngemittelknappheit infolge des Iran-Kriegs. Die Landwirte beobachteten die infolge des Kriegs gegen den Iran steigenden Preise für Dünger mit großer Sorge, sagte Rainer den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Diese Entwicklung könne sich zeitnah auch auf die Lebensmittelpreise auswirken und Verbraucher zusätzlich belasten. Die Bundesregierung nehme die Situation sehr ernst und wolle frühzeitig gegensteuern, so der CSU-Politiker.
Rainer unterstützt EU-Vorstoß zu Zollaussetzung
Rainer fordert ein Aussetzen von Importzöllen auf Düngemittel. „Deshalb unterstütze ich den Vorstoß der EU-Kommission, Zölle auf Düngerimporte zeitweise auszusetzen. Die Preise für Dünger werden maßgeblich auf dem Weltmarkt bestimmt. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen politischen Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.“ Die Aussetzung würde ab 1. Mai greifen und zunächst für ein Jahr gelten.
Krieg im Iran treibt Düngerpreise
Laut dem Landwirtschaftsministerium treibt der Krieg im Iran die Preise etwa für Stickstoffdünger stark in die Höhe. „Preistreiber für heimische Düngemittel sind vor allem die Preisaufschläge im Energiebereich sowie die Sperrung der Meerenge von Hormus. Die Auswirkungen der Krise am Persischen Golf betreffen die Düngemittelmärkte weltweit“, teilte das Ministerium mit.
Bereits eingekaufter Dünger und regionale Unterschiede
Unter Verweis auf Händler schätzt das Ministerium, dass „etwa 60 bis 80 Prozent der Landwirte ihren saisonalen Bedarf an Stickstoffdünger bereits eingekauft haben. Von der bereits gehandelten Menge befänden sich ca. 70 bis 80 Prozent physisch auf den landwirtschaftlichen Betrieben; die restlichen 20 bis 30 Prozent lägen noch in Handels- und Depotlagern und würden sukzessive abgerufen. Der Deckungsgrad variiert regional.“
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