Der Dax hat am Freitag nach einem freundlichen Start seine anfänglichen Kursgewinne bis zur Mittagszeit weitgehend wieder abgegeben. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 22.855 Punkten und lag damit nur noch 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. Während Infineon, Heidelberg Materials und die Deutsche Post die Kursliste anführten, rangierten SAP, Gea und Qiagen am unteren Ende.
Dax unter 23.000 Punkten – Handel bleibt volatil
Der Dax konnte sein Eröffnungsniveau im Verlauf des Vormittags nicht halten und rutschte wieder deutlicher unter die Marke von 23.000 Punkten. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 22.855 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entsprach. An der Spitze der Kursliste standen Infineon, Heidelberg Materials und die Deutsche Post, während SAP, Gea und Qiagen zu den größten Verlierern zählten.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, beschrieb die Lage am Aktienmarkt als fragil. „Der Dax kann sein Eröffnungsniveau nicht halten und rutscht wieder deutlicher unter die 23.000er-Marke“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Der Handel in Frankfurt dürfte noch bis zum Nachmittag unter dem Einfluss des Verfallstermins am Terminmarkt stehen und sehr volatil bleiben.“
Nervosität wegen Konflikt im Nahen Osten
Das Marktumfeld sei nach Einschätzung von Lipkow insgesamt von einer „erkennbaren grundsätzlichen Nervosität“ geprägt, da sich die Situation im Nahen Osten weiterhin als unklar darstelle. „Alle Kriegsparteien formulieren für sich aussichtsreiche Parolen und sorgen dadurch für entsprechende Kurskapriolen bei den Energiepreisen“, sagte er.
Der Iran scheine derzeit „eine Art Schutzgeld von Öltankern zu fordern, wenn diese die Straße von Hormus unbeschadet passieren wollen“, und verneine zugleich jegliche Schwächung durch Angriffe der USA und Israels, so Lipkow. „Das lässt die Aussichten auf ein baldiges Ende des Kriegs immer unwahrscheinlicher werden“, erklärte der Marktanalyst weiter. Wenig hilfreich seien seiner Ansicht nach zusätzlich die Aussagen Israels, „dass ein potenzieller Einsatz von Bodentruppen in Erwägung gezogen werde“. Zudem habe sich „auch die sprachliche Auseinandersetzung in diesem Konflikt in den vergangenen Handelstagen deutlich verschärft.“
Euro schwächer, Ölpreis gibt leicht nach
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1571 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8642 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen wieder etwas. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 108,20 US-Dollar; das waren 44 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
✨ mit KI bearbeitet