Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bekräftigt, dass Deutschland kein aktiver Teil des Iran-Kriegs werden wird. Zugleich schloss er eine deutsche Beteiligung an einer möglichen Ausweitung der EU-Mission ASPIDES im Roten Meer nicht aus. In der ARD äußerte er sich skeptisch zur Wirksamkeit der bisherigen Mission und wies Drohungen des Irans gegen Deutschland zurück.
Keine aktive Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat nachdrücklich erklärt, dass Deutschland im Iran-Krieg keine aktive Rolle übernehmen wird. In einem Interview mit der ARD am Sonntag betonte er, Deutschland werde kein aktiver Teil des Konflikts werden.
Debatte über Ausweitung der EU-Mission ASPIDES
Gleichzeitig wollte der Außenminister in der ARD nicht ausschließen, dass sich Deutschland an einer Ausweitung der bereits bestehenden EU-Mission zur Absicherung von Handelsschiffen im Roten Meer (ASPIDES) beteiligt. Am Montag beraten die EU-Außenminister in Brüssel über das weitere Vorgehen.
Wadephul verwies dabei auf die bisherige Bilanz der Mission. Wörtlich sagte er in der ARD: „Wir werden morgen sicherlich keine Beschlüsse fassen. ASPIDES ist eine wichtige Mission. Wir müssen aber ehrlicherweise einräumen, dass ASPIDES, wo es mehr um das Rote Meer geht, schon nicht wirkungsvoll gewesen ist. Deswegen bin ich sehr skeptisch, ob eine Ausweitung auf die Straße von Hormus für mehr Sicherheit würde sorgen können.“
Reaktion auf iranische Drohungen
Drohungen des Irans gegenüber Deutschland wegen der US-Basis in Ramstein wies der Außenminister in der ARD zurück. „Wir lassen uns vom Iran überhaupt nicht drohen.“ Der Iran sei ein „Unrechtsregime nach innen und außen“, das sich auf völkerrechtliche Grundsätze „nicht berufen“ könne. Zugleich stellte Wadephul klar: „Wir stehen an der Seite der USA und Israels“, sagte Wadephul.
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