Kevin Kühnert, ehemaliger Generalsekretär der SPD, beschreibt seine Zeit im Parteiamt als belastend und von hohem Kommunikationsdruck geprägt. In einem Gespräch mit dem Magazin "Spiegel" berichtet er von Überforderung durch zahlreiche Termine und der ständigen Erwartung, zu allen Themen Stellung nehmen zu müssen.
„Horror“ an Gremien-Montagen
Kevin Kühnert
Der Kommunikationsdruck habe ihm zugesetzt. Ein Generalsekretär sei per se Generalist, sagte Kühnert dem "Spiegel": "In guten Zeiten heißt das, er hat das Recht, sich zu allem einzulassen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass man zu allem etwas sagen muss."
Drei Jahre im Amt während der Ampelregierung
Das Amt des Generalsekretärs hatte Kühnert während der Ampelregierung unter Olaf Scholz (SPD) rund drei Jahre lang inne. "Die Ampeljahre, in denen ich dieses Amt hatte, sind bilderbuchartig dafür gewesen, wie man dann zur Flipperkugel der Entwicklung wird", sagte Kühnert dem "Spiegel". Er habe gehört, dass er nicht mehr bissig genug sei, "und das stimmte ja auch", sagte der heute 36-Jährige dem Magazin. Im Herbst 2024 hatte Kühnert überraschend seinen Rücktritt verkündet.
Rückkehr in unterschiedlichen Rollen
Nach längerer Auszeit ist Kühnert in verschiedenen Rollen zurück. Er schreibt eine Kolumne für den "Rolling Stone", wurde in die Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) berufen, ist Gastgeber des Berliner Talk-Formats "Missverstehen Sie mich richtig" und arbeitet als Lobbyist für die Bürgerbewegung "Finanzwende", die sich für ein gerechtes Steuer- und Finanzsystem einsetzt. Die Rückkehr in ein politisches Amt will Kühnert nicht ausschließen.
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