Ein bewaffneter Mann hat eine Synagoge in Michigan angegriffen und ist dabei ums Leben gekommen.
Ein bewaffneter Mann hat am Donnerstag eine Synagoge in West Bloomfield Township, einem Vorort von Detroit, angegriffen. Der Angreifer rammte mit einem Fahrzeug die Türen der Temple Israel Synagoge und fuhr anschließend durch einen Flur des Gebäudes. Das Fahrzeug fing Feuer, und der Mann wurde von Sicherheitskräften erschossen. Dies berichten mehrere Quellen übereinstimmend, darunter die BBC und die Associated Press. Der Oakland County Sheriff Mike Bouchard bestätigte, dass ein Sicherheitsbeamter durch das Fahrzeug verletzt wurde, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitt. Es gab keine Verletzungen unter Kindern oder Mitarbeitern der Synagoge, die auch ein frühkindliches Bildungszentrum beherbergt.
Polizei untersucht Sprengstoff bei Synagoge
Die Synagoge zählt etwa 12.000 Mitglieder und ist eine der größten reformjüdischen Gemeinden des Landes. Wie die BBC berichtet, wurden Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, bis die Polizei die Gegend geräumt und auf Sprengstoff untersucht hatte. Der Sheriff betonte, dass es derzeit keine aktive Bedrohung für die Gemeinschaft gebe. Die Ermittler arbeiten noch daran, die Identität des Angreifers und ein mögliches Motiv zu klären. Die Polizei hatte in den Wochen vor dem Vorfall eng mit religiösen Einrichtungen und Schulen in der Umgebung zusammengearbeitet, um die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken.
Weltweite Synagogen in erhöhter Alarmbereitschaft
Wie die Associated Press berichtet, sind Synagogen weltweit seit dem Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran am 28. Februar in erhöhter Alarmbereitschaft. Der FBI hat vor möglichen Drohnenangriffen durch iranische Agenten auf Ziele in Kalifornien gewarnt. In New York wurden bei einer rechtsextremen Demonstration vor dem Bürgermeisterhaus zwei Männer mit Sprengstoff festgenommen, die sich angeblich von der extremistischen Gruppe Islamischer Staat inspirieren ließen. In Manchester, England, rammte ein Angreifer im Oktober Menschen vor einer orthodoxen Synagoge und erstach zwei Personen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Die jüdische Gemeinschaft in Michigan und darüber hinaus steht unter Schock.
Politiker verurteilen Angriff auf Synagoge
Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, bezeichnete den Vorfall als ‚herzzerreißend‘ und betonte, dass die jüdische Gemeinschaft in Michigan in Frieden leben und ihren Glauben ausüben können sollte. Auch der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, äußerte sich während einer Veranstaltung zum Frauenmonat im Weißen Haus zu dem Angriff. Er bezeichnete den Vorfall als ’schreckliche Sache‘ und versprach, dass die Behörden die Ursache des Angriffs gründlich untersuchen würden. Rabbi Jeffrey Myers, ein Überlebender des Synagogen-Massakers in Pittsburgh im Jahr 2018, verurteilte den Angriff und betonte, dass Gewalt niemals eine Lösung sein dürfe. Die Michigan-Abteilung des Council on American-Islamic Relations verurteilte ebenfalls den Vorfall und betonte, dass es keine Rechtfertigung für Gewalt gegen religiöse Einrichtungen gebe.
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