Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat vor möglichen wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs gewarnt. Nach ihren Worten hängt die Lage stark davon ab, wie lange die für den Welthandel bedeutsame Straße von Hormus blockiert bleibt. Konkrete Prognosen für die deutsche Wirtschaft seien derzeit jedoch nicht möglich, die Entwicklung im Iran sei sehr dynamisch.
Unsicherheit durch blockierte Straße von Hormus
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft durch den Irankrieg. "Aus ökonomischer Sicht wird viel davon abhängen, wie lange die Straße von Hormus unpassierbar bleibt", sagte Reiche in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). "Solche exogenen Einflüsse führen zu Unsicherheiten und die sind nie gut für die Wirtschaft", erklärte sie weiter gegenüber dem "Handelsblatt".
Verlässliche Aussagen über die konkreten Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft seien derzeit nicht möglich, betonte die CDU-Politikerin. "Die Lage im Iran ist hochdynamisch", sagte Reiche dem "Handelsblatt".
Freigabe von Ölreserven – Gas bleibt Problemfeld
Bereits am Mittwoch hatte Reiche angekündigt, einen Teil der staatlichen Ölreserve freizugeben, um die globalen Preissteigerungen zu reduzieren und vor allem den asiatischen Ländern zu helfen. Deutschland verfügt nach ihren Angaben über keine staatliche Gasreserve, gleichzeitig gebe es auch bei Gas deutliche Preissteigerungen.
Mögliche Eingriffe bei der Gasversorgung
Reiche stellte nun weitere Maßnahmen im Gasbereich in Aussicht. "Wir prüfen aktuell sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument bei der Gasversorgung ist", sagte sie dem "Handelsblatt". "Und die Argumente für ein solches Kriseninstrument mehren sich gerade", so die Bundeswirtschaftsministerin.
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