Der Zoll hat bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe mehr als 800 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Generalzolldirektion waren am Dienstag rund 3.200 Zollbeamte im Einsatz, die etwa 8.000 Arbeiter auf Baustellen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragten und die Geschäftsunterlagen von über 300 Arbeitgebern überprüften. Die Kontrollen führten zu einer Vielzahl von Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie weiteren Verdachtsfällen.
Bundesweite Kontrollen auf Baustellen
Nach Mitteilung der Generalzolldirektion wurden vor Ort rund 340 Straf- und 500 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In etwa 250 Fällen bestand der Verdacht des illegalen Aufenthalts, in 40 Fällen ging es um das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen. Zudem wurden in 220 Fällen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ohne gültige Arbeitsgenehmigung eingeleitet. Über 100 Mal wurde die Pflicht zur Mitführung von Ausweispapieren verletzt.
Verdacht auf Verstöße gegen Sozialversicherung und Mindestlohn
In fast 2.200 weiteren Fällen ergaben sich nach Angaben der Generalzolldirektion Hinweise auf mögliche Verstöße, die nun weiter geprüft werden. In knapp 600 Fällen besteht der Verdacht, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet haben. Mehr als 670 Arbeitgeber stehen im Verdacht, den Mindestlohn nicht zu zahlen. In 60 Fällen gab es Anhaltspunkte für Leistungsmissbrauch.
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