Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, spricht sich für eine Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner aus. Er hält es für zumutbar, dass nicht erwerbstätige Ehegatten in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Mindestbeitrag zahlen. Die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern will Hecken allerdings nicht antasten.
Hecken offen für Debatte über Ehegattenmitversicherung
In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Politico erklärte Josef Hecken, er würde sich einer Diskussion über die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung stellen. Wörtlich sagte er laut Politico: "Ich persönlich würde mich einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer beitragsfreien Ehegattenmitversicherung stellen". Er halte es für zumutbar, dass von einem nicht erwerbstätigen Ehegatten "mindestens der Mindestbeitrag bezahlt wird". Zugleich betonte er, die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern würde er "nie zur Disposition stellen".
Vorschlag des Arbeitgeberverbands BDA
Der Arbeitgeberverband BDA hatte eine Beitragspflicht von Ehepartnern in der Familienversicherung vorgeschlagen. Nach den Überlegungen des Verbands müssten Ehepartner ohne oder nur mit geringem Einkommen mindestens 220 Euro im Monat zahlen.
Gesundheitsministerin will GKV-Vorschläge abwarten
Gesundheitsministerin Warken will die für Ende des Monats angekündigten Vorschläge der GKV-Finanzkommission abwarten, bevor sie sich äußert.
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