Nur rund ein Viertel der Asylbewerber aus dem Iran erhält derzeit in Deutschland Schutz. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichtet. Demnach lag die Gesamtschutzquote zu Jahresbeginn etwas höher als im Vorjahr, blieb aber deutlich unter 30 Prozent.
Gesamtschutzquote für Iraner bei 27,6 Prozent
Nach Angaben des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagausgaben) unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bekommt von den Asylbewerbern aus dem Iran derzeit nur etwa ein Viertel die Erlaubnis, in Deutschland zu bleiben. Ein Sprecher der Nürnberger Behörde erklärte den Zeitungen: „Im Januar und Februar hat das Bundesamt über 891 Asylverfahren iranischer Staatsangehöriger entschieden. Die Gesamtschutzquote betrug 27,6 Prozent.“
Weiter sagte der Sprecher laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Im vergangenen Jahr betrug die Gesamtschutzquote 22,8 Prozent – bei 11.626 Entscheidungen.“ Die Gesamtschutzquote ergibt sich aus der Anzahl der Asylanerkennungen, der Gewährung von Flüchtlingsschutz und der Feststellung eines Abschiebeverbots im Verhältnis zur Gesamtzahl der Asylentscheidungen.
Auswirkungen der Lage im Iran noch unklar
Zur Frage, in welchem Umfang sich die politische und sicherheitspolitische Entwicklung im Iran und in der Region auf die Asylpraxis in Deutschland auswirkt, äußerte sich der Sprecher gegenüber den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ zurückhaltend. „Aktuell ist noch nicht konkret feststellbar, inwiefern sich die Entwicklungen im Iran und in der Region auf die Entscheidungspraxis auswirken“, erklärte der Sprecher. „Denn zurzeit lässt sich nicht vorhersehen, wie und in welche Richtung sich die Lage insgesamt entwickeln wird.“
Ob sich daraus neue Fluchtbewegungen in der Region oder aus der Region heraus ergeben, sei ebenfalls noch offen. Der Sprecher sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Ob sich daraus Fluchtbewegungen in der Region oder aus der Region heraus ergäben, sei ebenfalls noch nicht vorhersehbar.“
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