Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ein Comeback der Atomenergie in Deutschland ausgeschlossen und damit Widerspruch innerhalb der Union ausgelöst. Während Merz den Ausstieg aus der Kernenergie als unumkehrbar bezeichnet, werben Unionsvertreter für neue Reaktortechnologien und eine stärkere Nutzung der Kernkraft in Europa.
Unterschiedliche Signale aus der Union zur Kernenergie
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann wandte sich gegen eine generelle Absage an neue Atomtechnologien. "Deutschlands Abkehr von der Kernkraft der 70er- und 80er-Jahre darf nicht dazu führen, sich zukünftigen Technologien zu verschließen", sagte Hoffmann dem "Stern". Er betonte, die Union setze auf Innovation in der Reaktorforschung: "Wir setzen auf Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation und halten den Neubau von kleinen Kernreaktoren für sinnvoll." Small Modular Reactors seien "klimaneutral, sicher und kostengünstig – und sie würden unsere Unabhängigkeit in der Energieversorgung stärken, dafür werben wir", so Hoffmann laut "Stern".
Von der Leyen fordert Renaissance der Kernkraft
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor eine stärkere Rolle der Atomenergie in Europa angemahnt. Sie forderte eine Renaissance der Kernkraft in Europa und bezeichnete den Rückzug aus der Kernenergie als "strategischen Fehler".
Merz sieht deutschen Atomausstieg als unumkehrbar
Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz hinter den beschlossenen Ausstiegskurs Deutschlands. Frühere Bundesregierungen hätten entschieden, aus der Kernenergie auszusteigen, und dieser "Beschluss ist irreversibel", sagte Merz.
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