Die US-Aktienmärkte haben am Freitag angesichts der Sorge vor den Folgen des Iran-Kriegs erneut deutlich nachgegeben. Steigende Energiepreise, Inflationsängste und Befürchtungen einer Kreditklemme setzten die Kurse unter Druck, während Investoren vermehrt in Bargeld, Gold und den US-Dollar umschichteten.
US-Börsen im Minus
Die US-Börsen schlossen am Freitag im Rückwärtsgang. Der Dow beendete den Handel bei 47.502 Punkten und lag damit 1,0 Prozent im Minus. An der Nasdaq gab der Index der 100 wichtigsten Titel um 1,5 Prozent nach und schloss bei 24.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verzeichnete mit 6.740 Punkten ein Tagesminus von 1,3 Prozent.
Neben den steigenden Energiepreisen und der Sorge, die Inflation könnte infolge dessen anziehen, belastete ein schwacher Arbeitsmarktbericht die Stimmung. Zusätzlich kursierten Befürchtungen vor einer Kreditklemme, was viele Investoren offenbar dazu verleitete, ihre Assets zu Bargeld zu machen.
Druck auf Finanzwerte, Bitcoin schwächer
Vor diesem Hintergrund gerieten Finanzwerte deutlich unter Druck. Papiere von Blackrock wurden massenweise abgestoßen und gaben um rund sieben Prozent nach. Auch der Bitcoin war am Freitag erneut im Rückwärtsgang und sank um satte vier Prozentpunkte auf 58.650 Euro pro Stück.
KI-Verunsicherung und Rohstoffrally
Für weitere Nervosität sorgte weiterhin die KI-Thematik. Nachdem Oracle und OpenAI ihre Pläne für ein neues Rechenzentrum in Texas vorerst abgesagt haben, gaben die Aktien von Chipherstellern deutlich nach.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagabend etwas fester. Ein Euro kostete 1,1613 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8611 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte von der Unsicherheit profitieren. Am Abend wurden für eine Feinunze 5.171 US-Dollar gezahlt, was einem Plus von 1,7 Prozent entspricht. Das entspricht einem Preis von 143,16 Euro pro Gramm.
Deutlich nach oben zeigte auch der Ölpreis. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 92,84 US-Dollar und damit 8,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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