Der Dax hat am Mittwoch seinen Erholungsversuch vom Handelsstart bis zum Mittag deutlich ausgeweitet. Gegen 12:30 Uhr stand der Leitindex bei 24.180 Punkten und damit 1,6 Prozent über dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. Besonders gefragt waren Aktien von Infineon, Daimler Truck und Rheinmetall, während Papiere von Adidas, Bayer und Symrise zu den größten Verlierern zählten.
Dax setzt Erholung zur Wochenmitte fort
Der Dax notierte zur Mittagszeit mit 24.180 Punkten spürbar im Plus und damit 1,6 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Daimler Truck und Rheinmetall, am Ende Adidas, Bayer und Symrise.
Anleger zwischen Zuversicht und Verunsicherung
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sieht eine zunehmende Risikobereitschaft am Markt. "Die Investoren werden wieder zuversichtlicher und scheinen dem Motto zu folgen: Kaufen, wenn die Kanonen donnern", sagte Lipkow laut CMC Markets. Zugleich warnte er vor übertriebenem Optimismus: "Das allerdings könnte in der aktuellen Situation etwas verfrüht sein. Denn die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin sehr unübersichtlich und die asymmetrische Kriegsführung der beteiligten Parteien führt zu viel Verunsicherung und Unwägbarkeiten."
Diese Unsicherheit spiegele sich im Verhalten vieler Marktteilnehmer wider. Die abwartende Haltung führe dazu, dass sich Investoren schnell von Unternehmen trennten, deren Perspektiven sie kritisch sähen. "Das lässt sich heute an den Aktienkursen von Adidas und Continental ablesen. Es wird nicht viel Federlesen betrieben, sondern sofort auf die Verkaufstaste gedrückt." Dieses Phänomen dürfte laut Lipkow den europäischen Finanzmärkten erhalten bleiben, da die Risikotoleranz der Investoren derzeit sehr gering sei. "Der Gesamtmarkt birgt derzeit ohnehin zu viele systematische Risiken", so Lipkow nach Einschätzung von CMC Markets.
Stärkerer Euro und steigender Ölpreis
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag fester. Ein Euro kostete 1,1648 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8585 Euro zu haben.
Parallel dazu legte der Ölpreis deutlich zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 82,71 US-Dollar; das waren 1,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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