Mit einem glanzvollen Festakt im Alando Ballhaus feierte der Schaustellerverband Weser-Ems e.V. sein 100+5-jähriges Jubiläum. 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Schaustellerwesen würdigten die traditionsreiche Arbeit des Verbandes, der seit über einem Jahrhundert das kulturelle Leben der Region mitprägt.
Würdiger Auftakt für den Verband
Verbandsvorsitzender Bernhard Kracke jr. eröffnete den Abend mit einer herzlichen Begrüßung der Gäste. In seiner Rede blickte er auf die bewegte Geschichte des Verbandes zurück – von den Anfängen in schwierigen Zeiten über Generationen familiärer Betriebe bis hin zu modernen, innovativen Freizeitangeboten.
„Unsere Volksfeste sind Orte der Begegnung, der Freude und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, betonte Kracke. Zugleich hob er den starken Gemeinschaftssinn innerhalb des Verbandes hervor, der auch in herausfordernden Zeiten getragen habe. Umrahmt wurde die Rede von 24 Fahnenträgern befreundeter Verbände aus dem gesamten Bundesgebiet.
Engagement wird gewürdigt
Zu den Ehrengästen zählte der Niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, der die wirtschaftliche Bedeutung der Schaustellerbetriebe für Niedersachsen unterstrich. Volksfeste seien nicht nur kulturelle Highlights, sondern auch wichtige Wirtschaftsfaktoren für Innenstädte und Tourismus.
Der Bürgermeister von Osnabrück, Uwe Görtemöller, würdigte in seinem Grußwort insbesondere die enge Verbundenheit der Schausteller mit den Kommunen. „Sie schaffen Identität und Lebensfreude – gerade in unseren Städten und Gemeinden“, sagte er.
Geschäftsführer der Osnabrück Marketing Alexander Illenseer als einer der Festredner, der die besondere Rolle der Schausteller bei den verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt Osnabrück verdeutliche. / Foto: Schaustellerverband Weser-Ems e.V.
Auch Albert Ritter, Präsident des Deutscher Schaustellerbund, fand lobende Worte. Er bezeichnete den Verband Weser-Ems als verlässlichen Partner und starke Stimme innerhalb des Bundesverbandes. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wichtig Solidarität und politischer Dialog seien. Ergänzend sprach der Geschäftsführer der Osnabrück Marketing Alexander Illenseer über die Bedeutung von Veranstaltungen und Märkten für die Attraktivität der Friedensstadt Osnabrück.
Klare Worte zu Herausforderungen
Neben aller Anerkennung wurden auch die aktuellen Herausforderungen offen angesprochen. Steigende Energie- und Betriebskosten, zunehmende bürokratische Anforderungen sowie Fragen der Nachwuchsgewinnung stellten die Branche vor große Aufgaben.
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne bei seiner Festrede ( im Hintergrund das Fahnenmeer der auswärtigen Schaustellerverbände). / Foto: Schaustellerverband Wester-Ems e.V.
Minister Tonne signalisierte Dialogbereitschaft und betonte die Notwendigkeit, mittelständische Familienbetriebe gezielt zu unterstützen. Auch Verbandspräsident Ritter forderte verlässliche politische Rahmenbedingungen, um Tradition und Innovation gleichermaßen zu sichern.
Blick nach vorn
Das Jubiläum war nicht nur Rückschau, sondern auch Ausblick. Der Schaustellerverband Weser-Ems e.V. zeigte sich entschlossen, die Zukunft aktiv zu gestalten – mit nachhaltigen Konzepten, modernen Attraktionen und einem klaren Bekenntnis zu Qualität und Sicherheit.
Mit langanhaltendem Applaus, Gesprächen und einem festlichen Rahmenprogramm klang der Abend im Alando Ballhaus aus. Das 100+5-jährige Bestehen wurde so zu einem würdigen Meilenstein – und zu einem starken Signal für die kommenden Jahrzehnte.
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