Die Frauenhauskoordinierung hält die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Vorbild für unzureichend. Geschäftsführerin Sibylle Schreiber fordert stattdessen umfassende strukturelle Veränderungen, um Femizide wirksam verhindern zu können.
Kritik an Plänen der Bundesregierung
Die Frauenhauskoordinierung bewertet die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Modell als nicht ausreichend. Geschäftsführerin Sibylle Schreiber sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): "Wer Femizide verhindern will, muss Strukturen verändern – nicht nur einzelne kleine Instrumente ergänzen – die sehr wenigen zugute kommen werden".
Warnung vor lückenhaftem Gewaltschutz
"Die elektronische Fußfessel kann in Hochrisikofällen ein wichtiges Mittel sein", so Schreiber in der "Rheinischen Post". "Aber sie ersetzt weder ein verbindliches, einheitliches Risikomanagement noch eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen und Frauenhäusern. Ohne klare Verfahren, ausreichende Ressourcen und eine verlässliche Finanzierung bleibt Gewaltschutz lückenhaft."
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