Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat die Sprecherin der Grünen Jugend, Henriette Held, deutliche Kritik an der eigenen Partei geäußert. Sie wirft den Grünen insbesondere in Ostdeutschland „moralische Überheblichkeit“ vor und fordert mehr unmittelbare Präsenz vor Ort.
Kritik an Auftreten der Grünen im Osten
Die Sprecherin der Grünen Jugend Henriette Held bemängelte im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Watson das Auftreten ihrer Partei in Ostdeutschland. "Gerade im Osten haben die Grünen leider besonders das Problem der moralischen Überheblichkeit", sagte Held dem Nachrichtenportal Watson. Die Politik in Ostdeutschland müsse demnach nicht nur für, sondern auch mit den Menschen vor Ort gestaltet werden.
Vergleich mit AfD und konkrete Forderungen
Die 24-Jährige forderte in diesem Zusammenhang unter anderem die Organisation konkreter Veranstaltungen. "Die AfD macht das leider besser: Die bringen sich vor Ort ein und schaffen selbst Treffpunkte", so Held gegenüber Watson. "Ich denke da an viele Stadtfeste in MV: Die sind von der AfD organisiert und eben nicht von den Grünen. Da gibt es gratis Bratwurst, Hüpfburgen und Musik."
Positives Signal aus der Parteiführung
Gleichzeitig äußerte sich Held anerkennend über einen Vorstoß aus der Parteispitze. Sie lobte die Initiative von Grünen-Vorsitzendem Felix Banaszak, ein zusätzliches Büro in Brandenburg zu eröffnen. "Es ist ein richtiger Ansatz, weil die Grünen und auch wir als Grüne Jugend immer noch ein massives Problem mit Sichtbarkeit vor Ort haben", sagte sie dem Nachrichtenportal Watson. Held ist seit Oktober 2025 zusammen mit Luis Bobga Bundessprecherin der Grünen Jugend.
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