Bei der fünften Ausbildungsmesse „Karriere Kick“ am Mittwoch (25. Februar) in der OsnabrückHalle wollte Veranstalterin Corinna Bäthge etwas anders machen – und so sind die Inklusionslotsinnen und -lotsen entstanden.
Beim Tischkicker ins Gespräch kommen
Jugendliche können entweder vormittags oder nachmittags mit Unternehmen Tischkicker spielen und dadurch ins Gespräch kommen. Danach geht man zusammen zum Stand und kann Näheres besprechen. Wieso Tischkicker? „Weil wir da alle echt sind und alle Masken fallen lassen“, erklärt Bäthge. 55 Unternehmen und 13 Schulen mit insgesamt um die 1.000 Schülerinnen und Schüler haben sich angemeldet, um an der Messe teilzunehmen. „Ich schaffe gern Raum für Begegnung“, so die Veranstalterin. „Ich bin unheimlich stolz, das macht mir Spaß.“
„Es ist wirklich spannend“, berichten drei Schülerinnen. „Es war schon entspannter mit Tischkicker.“ Da sie genau wussten, zu welchen Unternehmen sie gehen wollten, ging das für die drei auch sehr schnell und unkompliziert.

Beim Tischkicker kommen die Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen ins Gespräch. / Foto: Laura Hilgert
Inklusion in der Arbeitswelt fördern
Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal eine Partnerschaft mit der HHO, wodurch es sich um die erste inklusive Ausbildungsmesse in Osnabrück handelt. Während seit 2009 auch gesetzlich die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt vorgeschrieben ist, sieht es in der Realität etwas schwieriger aus. Daher stehen die Inklusionslotsinnen und -lotsen bereit, um Menschen mit Behinderungen zu beraten und Unternehmen zu sensibilisieren. Dabei geht es um Wege in die Berufseinstellung. „Menschen sollen nicht alleine gelassen werden“, betont Benno Bührs, Abteilungsleiter Arbeit inklusiv in der HHO.

Inklusionslotsinnen Farina und Lea beim Stand am Eingang. / Foto: Lilli Würdemann
Der Stand der Lotsinnen und Lotsen ist dabei direkt der erste, den man sieht, um Menschen abzuholen, nach Interessen zu fragen und sie auch bei der Ausbildungsmesse zu begleiten. Inklusionslotsinnen Lea und Farina erzählen, dass es zuerst nur einen Stand geben sollte, doch dann wurde das Konzept der Lotsinnen und Lotsen vorgeschlagen. „Da war das Interesse natürlich groß“, sagt Lea. Unter anderem hätten sich auch zwei Förderschulen angemeldet, die der Fokus der Inklusionslotsinnen und -lotsen seien. „Interesse von Betrieben ist auf jeden Fall da“, stellen die beiden fest. „Das ist schön, dass Inklusion gelebt wird.“ Es gibt insgesamt acht Lotsinnen und Lotsen, die sich auf die Vormittags- und Nachmittagsschicht aufgeteilt haben.
Inklusives Medienteam „Echt Wir“
Passend zum Thema Inklusion ist auch das inklusive Medienteam „Echt Wir“ vor Ort, um die Ausbildungsmesse zu erfassen. Angefangen hat ihr Podcast als Projekt von „Hand in Hand für Norddeutschland“ und jetzt sind sie eine ausgelagerte Gruppe der Kommunikations- und Marketingabteilung der HHO, die eigenständig Medienarbeit macht. Neben dem Videopodcast posten sie auch bei Instagram authentische Beiträge zum Themenbereich Inklusion, Lebensweg und Chancengleichheit auf Instagram. Das Team ist humorvoll unterwegs und hat sich alles selbst erarbeitet. „Wir wachsen an unseren Aufgaben“, erklärt Joya vom Medienteam.
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