Mit der offiziellen Gründung der BOZ-Genossenschaft am vergangenen Freitag (20. Februar) nimmt das Berufsorientierungszentrum Osnabrück, kurz: „BOZ Osnabrück“, weiter an Fahrt auf. Die Initiative aus der regionalen Wirtschaft will Unternehmen, Schulen und weitere Akteure enger vernetzen und Jugendlichen praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglichen. Die Gründungsversammlung fand im Mühleneschweg 5 statt, wo das BOZ Osnabrück nach Abschluss der Renovierungsarbeiten spätestens im Herbst 2026 eröffnen wird.
OB Pötter würdigt Gründung als Meilenstein
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter würdigte die Gründung als wichtigen Meilenstein: „Besonders überzeugt mich der genossenschaftliche Ansatz: Osnabrücker Unternehmen übernehmen gemeinsam Verantwortung, bündeln ihre Kräfte und investieren in die Fachkräfte von morgen. Das ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine strategische Entscheidung für unseren Wirtschaftsstandort.“ Der Wettbewerb um geeignete Auszubildende werde für Unternehmen zunehmend anspruchsvoller, zugleich fehle vielen Jugendlichen eine konkrete Vorstellung von passenden Berufsbildern. Hier setze das Konzept eines Berufsorientierungszentrums gezielt an.
Ein erfolgreiches Vorbild besteht bereits in der Region mit dem BOZ Melle. Das dort etablierte Modell zeigt, wie Unternehmen frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften zusammengebracht und Berufe erlebbar gemacht werden können. Das BOZ Osnabrück versteht sich daher als Plattform aus der Wirtschaft für die Wirtschaft. Geplant sind branchenbezogene Themenräume und interaktive Formate, die Berufsbilder anschaulich vermitteln.
Schulen entlasten, Berufsorientierung stärken
Mit dem BOZ-TalentCheck sollen Kompetenzen systematisch erfasst und Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert werden. Damit werden Schulen entlastet und die Berufsorientierung in der Stadt nachhaltig gestärkt. Auch für die Unternehmen bietet die Genossenschaft klare Vorteile: Sie können frühzeitig mit motivierten Jugendlichen in Kontakt treten, die Passung zwischen Betrieb und Auszubildenden verbessern, Abbruchquoten senken und junge Talente langfristig an die Region binden.
„Mit der Gründung der BOZ eG wurde heute der Grundstein für eine langfristige Stärkung der Fachkräftesicherung in Osnabrück gelegt. Ein großer Dank gilt allen Initiatorinnen und Initiatoren sowie der Wirtschaftsförderung Osnabrück für die engagierte Begleitung dieses Prozesses“, erklärte Jan-Felix Simon, Vorstandsmitglied des VWO Vereins für Wirtschaftsförderung in Osnabrück e.V. Zu den elf Gründungsmitgliedern zählen: DIECKMANN Bauen + Umwelt GmbH & Co. KG; DIOS – Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH; Heilpädagogische Hilfe Osnabrück gGmbH; Holtkamp Electronics GmbH; IfBk – Institut für Bildungskooperation GmbH & Co. KG, Münster; Isoblock Schaltanlagen GmbH & Co. KG; Klinikum Osnabrück GmbH; Niels-Stensen-Kliniken GmbH; St. Elisabeth Pflege GmbH; ZEUS GmbH, Paderborn (Projektierer). Ziel ist es, gemeinsam möglichst viele weitere engagierte Mitgliedsunternehmen zu gewinnen und zahlreichen jungen Menschen neue Perspektiven für ihren beruflichen Weg zu eröffnen.
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