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Startseite Deutschland & die WeltNahrungsergänzung: Sinn oder Unsinn?
Deutschland & die Welt

Nahrungsergänzung: Sinn oder Unsinn?

von Redaktion Hasepost 23. Februar 2026
von Redaktion Hasepost 23. Februar 2026
frischer Fisch
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Wer durch den Drogeriemarkt spaziert, kommt kurz vor den Kassen an langen Regalen mit den unterschiedlichsten Arten von Nahrungsergänzungsmitteln vorbei. All diese Pillen und Tropfen werden massenhaft gekauft, weil viele Menschen oft das Gefühl haben, mit dem täglichen Essen nicht genug Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Entweder man hat schlicht keine Zeit zum Kochen und ernährt sich tagelang von Fertiggerichten. Oder man greift gern zu Fast Food und will dann mögliche Mangelerscheinungen ausgleichen. Aufgebauscht wird das Thema natürlich auch in den sozialen Medien oder in Form von „Empfehlungen“ von Freunden und Bekannten. Leider ist das mit den Nahrungsergänzungsmitteln aber nicht so einfach, wie es klingt.

Pille oder Teller – wo liegt der Unterschied?

Kapseln liefern normalerweise nur eine Handvoll gezielt ausgewählter Stoffe wie beispielsweise Kollagen in Verbindung mit Vitamin C. Verglichen mit dem, was in Lebensmitteln steckt, ist es aber oft nicht ausreichend. Lebensmittel funktionieren anders, weil sie ein komplexes Gesamtpaket sind. Ein Stück Lachs von nordseefisch.de, eine Handvoll Beeren und Nüsse, ein Teller Gemüse und frisches Obst – da steckt eine Vielzahl von Stoffen drin, die zusammenwirken und gegenseitig aufeinander angewiesen sind. In einer kompletten, ausgewogenen Mahlzeit hat man Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, und alles baut aufeinander auf.

Was eine Kapsel liefert, ist am Ende gerade mal ein Bruchteil davon. Forscher der Tufts-Universität in Boston haben das untersucht und kamen zu einem interessanten Ergebnis: Die Vitamine und Mineralstoffe aus einer Mahlzeit wirken im Körper anders als dieselben Stoffe aus den Nahrungsergänzungsmitteln und werden von ihm viel besser aufgenommen und umgesetzt. Wer sich also vernünftig und abwechslungsreich ernährt, braucht die Pillen aus der Drogerie oft gar nicht.

Ein beliebtes Beispiel ist Omega-3. Die Ärzte empfehlen normalerweise nicht an erster Stelle ein Präparat, sondern ein- bis zweimal pro Woche fettreichen Fisch wie Lachs, Makrele, Sardine oder Hering. Im Fisch stecken nicht nur die Fettsäuren, sondern zusätzliche Proteine, Vitamine und Spurenelemente, die gemeinsam wirken. Wer jetzt keinen Fisch mag oder verträgt, kann natürlich auf Omega-3-Kapseln zurückgreifen, idealerweise mit EPA und DHA und in Kombination mit Vitamin D3 und Vitamin E. Generell gilt allerdings: Wer regelmäßig Fisch isst, braucht kein Supplement.

Wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind

Wie man am Omega-3-Beispiel bereits sehen konnte, sind Supplements nicht grundsätzlich sinnlos oder nicht empfehlenswert. Viele Nahrungsergänzungsmittel werden in bestimmten Situationen vom Arzt verschrieben:

  • Vitamin D – macht der Körper selbst, aber nur wenn Sonne da ist. Von Oktober bis März reicht das in Deutschland meist nicht, und viele merken den Mangel an Vitamin D dann an Müdigkeit und schlechter Laune.
  • Folsäure – ein B-Vitamin, das vor allem in den ersten Wochen in der Schwangerschaft eine Rolle spielt, wenn sich beim Baby gerade alles entwickelt. Gynäkologen empfehlen es oft schon bevor man überhaupt schwanger ist, weil der Bedarf über normales Essen kaum zu decken ist.
  • Vitamin B12 – steckt fast ausschließlich in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten. Wer das alles in seiner Ernährung weglässt, hat eigentlich keine Chance ohne Supplement – und ein langer Mangel kann auf Dauer das Nervensystem schädigen.
  • Jod – braucht die Schilddrüse, um zu funktionieren. In Deutschland steckt davon wenig im Boden und damit auch wenig im Essen. Jodiertes Salz ist die einfachste Lösung, denn es kostet nicht viel und hilft.

Bevor man einfach drauflosschluckt: Ein Blutbild beim Arzt zeigt, ob überhaupt ein Mangel vorliegt. Zu viel von manchen Vitaminen kann genauso problematisch sein wie zu wenig.

 

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Redaktion Hasepost

Dieser Artikel entstand innerhalb der Redaktion und ist deshalb keinem Redakteur direkt zuzuordnen. Sofern externes Material genutzt wurde (bspw. aus Pressemeldungen oder von Dritten), finden Sie eine Quellenangabe unterhalb des Artikels.

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